Full text: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte / Germanistische Abteilung (Bd. 1 (1880))

die Savigny-Stiftung.

V

treter des Juristentages der Staatsanwalt Dr. Schwartze
aus Dresden und der Professor v. Wächter aus Leipzig.
Die Gedächtnissrede hielt der Professor Heydemann.
Nach ihrer Beendigung trat der Präsident der Gesellschaft,
Graf v. Wartensleben, auf und machte der Gesellschaft die
Mittheilung:
„dass der Vorstand der juristischen Gesellschaft beschlossen
habe, sich als Comite behufs Gründung einer Savigny-
Stiftung zur Förderung der vergleichenden Rechtswissen-
schaft zu constituiren.“
Zugleich richtete er an Professor v. Wächter die Auf-
forderung, sich über diesen Gedanken und den Plan einer
solchen Stiftung äussern zu wollen. Wächter that dies, in-
dem er ausführte, wie eine solche Stiftung das passendste und
schönste Denkmal sei, das eine juristische Gesellschaft Savigny
errichten könne, dabei zwar einige Bedenken über die Be-
handlung der vergleichenden Rechtswissenschaft nicht ver-
hehlte, aber doch die Geberzeugung und Hoffnung aussprach,
dass der Plan sicher allgemeinen Anklang finden und in der
richtigen Weise ausgeführt eine segensreiche Wirkung aus-
üben würde.
Der Vorstand der Gesellschaft als ursprüngliches Gründüngs-
Comite bestand aus den Stadtgerichtsräthen Graf v. Wartens-
leben und Borchardt, dem Staatsanwalte Meyen, den
Rechtsanwälten Simsen und Volkmar und dem Privat-
docenten Dr. Dove. Es verstärkte sich durch Cooptation zu
einem grösseren Comite von 17 Personen, indem es die rechts-
gelehrten Mitglieder des Staatsministeriums zum Beitritte ein-
lud, nämlich die Minister v. Bernuth, v. Bethmann-Holl-
weg, v. Patow, Graf v. Schwerin, ferner den Präsidenten
des Ob.-Trib. Borne mann und säinmtliche Mitglieder der
juristischen Facul tat, von denen die Professoren Bruns,
Gneist, Heydemann, Homeyer, Richter, Rudorff die
Einladung annahmen. Das Comite constituirte sich gleich im
Anfang des Decembers und erliess einen Aufruf an die Schüler
und Verehrer Savigny’s in allen Ländern und Nationen.
Der erste Beitrag wurde bereits am 12. December angemeldet,
öOOThalervom Könige und der Königin, denen der Kron-
prinz und die Kronprinzessin mit 200 Thaler folgten.

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