Full text: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte / Germanistische Abteilung (Bd. 15 (1894))

7.7. F. W. Maitland, Select Pleas in manorial and other seignorial Courts I: reigns of Henry III and Edward I

184

Litterator.

Ursprung des Droit de retour, 15. Zur holländischen Rechtsgeschichte,
insbesondere zur Geschichte der rechten Gewere).
Neu ist von all diesen Abhandlungen nur die über den Ursprung
des Droit de retour, welches im Gegensatz zur französischen Jurisprudenz,
die es auf römisches Recht zurückführt, aus dem germanischen Schen-
kungsbegriffe erklärt wird, wie ich ihn in der Abhandlung über die
Landschenkungen formulirt hatte. Die Seite 722 Z. 8 v. u. erwähnten
Gostuimen ... ende Rechten van Drente stammen aus dem Jahre 1572.
Sie sind kürzlich von Seerp Gratama in dessen Drenthsche Rechts-
bronnen 1894, 8.103 ff. aufs neue herausgegeben worden.
Von älteren Abhandlungen habe ich die über das Gerichtszeugniss
und die fränkische Königsurkunde (1873), Carta und Notitia (1877),
Hithio und Sperantes (1885), die Freilassung durch Schatzwurf (1886),
das Constitutum Constantini (1888) nicht in die Sammlung aufgenommen.
Sie waren sämmtlich in Festgaben erschienen und ich hatte aus Grün-
den, die auf dem Gebiete des Verlagsrechtes liegen, nicht die Befugniss,
sie wieder abzudrucken. Anderes musste wegbleiben, weil dem Umfange
des Bandes von vornherein eine bestimmte Grenze gesteckt war. Aus
diesem Grunde habe ich die Untersuchungen über einzelne Rechtsquellen
ausgeschlossen und ausserdem jene Aufsätze, welche wie meine Erstlings-
arbeit über das Exemtionsrecht der Babenberger oder wie die Ab-
handlung über Sippe und Wergeid einer gründlicheren Umarbeitung
oder Ergänzung bedurft hätten, als ich mich entschliessen konnte ihnen
zu Theil werden zu lassen.
Heinrich Brunner.

Select Pleas in manorial and other seignorial Courts I: reigns
of Henry III and Edward I, ed. F. W. Maitland 1889.
Während die im vorigen Bande dieser Zeitschrift 8.164 ff. be-
sprochenen Publicationen der Seiden Society die Rechtspflege des Königs-
gerichtes betreffen, führt uns die vorliegende Edition in den Kreis der
örtlichen Gerichte und zwar der Privatgerichte ein. Maitland schickt
seiner Ausgabe eine längere Einleitung voraus, die das warme Lob, das
sie allerwärts erntete, mit vollem Rechte verdient; denn sie ist grund-
legend für die Geschichte der englischen Privatgerichte und beseitigt,
indem sie einen einheitlichen Ausgangspunkt der herrschaftlichen Ge-
richtsbarkeit verficht, hergebrachte Irrthümer, die dadurch entstanden
waren, dass man jüngere Rechtszustände in der älteren Zeit ohne Wei-
teres als vorhanden voraussetzte. Freilich bleibt noch manche Frage
offen, u. a. die über den etwaigen Zusammenhang der Manorgericbte
mit jener grundherrlichen Gerichtsbarkeit, die zweifellos in angelsäch-
sischer Zeit schon vorhanden war. Aus dem reichen Inhalte der Ein-
leitung hebe ich die ansprechende Vermuthung (8.54) hervor, dass das
Erforderniss des breve de recto im Liegenschaftsprocess, das ich Schwur-
gerichte 8. 411 auf eine Assise Heinrichs II. zurückführte, demselben

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