Full text: Archiv für das Zivil- und Kriminalrecht der Königlich-Preussischen Rheinprovinzen (Bd. 46, Abth. 1 = N.F. Bd. 39, Abth. 1 (1851))

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er den Weg einer Opposition gegen den provi-
sorischen Status wählt, nichtdie Unannehmbar-
keitseinrede entgegengesetzt werden, wenn er
ursprünglich Hypothekargläubiger war undnur
wegen Erlöschung seinerJnscription aufgehört
hat, dies zu sein.
Diejenige (nicht legale) Hypothek, deren Jnscrip-
tion innerhalb 10 Jahren nicht erneuert ist,
muß als erloschen betrachtet werden, sollte
selbst vor Ablauf der 10 Jahre das Subhasta-
tionspa tent insinuirt gewesen und die Jnscrip-
tion nach dem Zuschläge der verpfändeten Grund-
stücke erneuert worden sein.*)
Ist der überlebende Parens Vormund seiner Kin-
der geworden, so wird die Forderung des Letz-
tern aus der vormundschaftlichen Verwaltung
auch Dritten gegenüber vollständig durch ein
vom Vormund über den Nachlaß des verstorbe-
nenEhegatten unter Zuziehung desNebenvor-
mundes aufgenommenes Privatinventar be-
wiesen, sollte selbst dies Inventar nur in be-
glaubigter Abschrift vorliegen.
Cabinetsordre vom 4. Juli 1834 Nro. 3.
Bollinger — Philipsen.
Gegen Johann Philipsen wurde ein von ihm besessenes
zu Cranenburg gelegenes Haus und ein von den Drittbe-
sitzern Tenhaef und Coppers innegehabtes Stück Ackerland
am 4. Juni 1847 bei dem Friedensgericht zu Cleve auf An-
stehen der Eheleute Warnawa subhastirt. In dem hierauf
eingeleiteten Ordreverfahren produzirten die großjährigen Kin-
der des Philipsen, zu denen auch die Eheleute Warnawa ge-
hörten, auf Grund eines von ihrem Vater nach dem Tode
ihrer Mutter unter Zuziehung des Nebenvormundes aufge-
nommenen Privatinventars, welches sie in einer Abschrift
vorlegten, die von dem Gerichtsschreiber des Friedensgerichts

*) Die bisherige Jurisprudenz über die Frage, bis zu welchem
Zeitpunkte im Subhastations- resp. Eollocationsverfahren die
Eintragung der Hypothek zu erneuern sei, sehe man Arch. 17.
1. 209. — 18. 1. 228. — 25. 1. 34. — 28. 1. 7. — 29. 1.
298. — 41. 1. 265, 267 und 273 und ibid. 2. A. 92 und 94.

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