Full text: Beiträge zur Erläuterung des deutschen Rechts (Jg. 50 (1906))

14.9. Prym, Die Konkurrenz des Anspruchs aus dem Vertrage mit dem Anspruch aus unerlaubter Handlung

14.10. Wichmann, Die Beweislast beim Kaufe nach Probe

716

Literatur.

Abhandlung eine mit Freuden zu begrüßende Bereicherung der Wissen-
schaft des deutschen bürgerlichen Rechtes.
Leipzig. Peters.

82.
Die konkurren; -es Anspruchs aus dem Vertrage mit dem Anspruch aus
unerlaubter Handlung nach dem Rechte des Bürgerlichen Gesetzbuchs
für das Deutsche Reich. Von l)r. Eduard Prym. Berlin 1906.
I. Guttentag. (M. 2,—).
Die Abhandlung gliedert sich in zwei Hauptabschnitte. Im ersteren
wird die Frage beantwortet, wann eine Konkurrenz von Vertrags- und
Deliktsanspruch vorliegt; im zweiten wird das Verhältnis beider An-
sprüche zueinander erörtert. Der Vers, entscheidet sich für das unab-
hängige Nebeneinanderbestehen der Ansprüche; jedoch modifiziert sich dies
erheblich, wenn noch ein dritter Anspruch konkurriert, der Anspruch aus
dem Eigentums (§§ 985 ff. BGB.). Die scharfsinnigen und trotz aller
Kürze das gesetzgeberische Material, die Literatur und Rechtsprechung
sorgsam berücksichtigenden Untersuchungen führen fast durchweg zu an-
nehmbaren, auch praktisch verwertbaren Ergebnissen.
Leipzig. H. Boethke.
83.
Dir Krweislast beim üaufe nach probe. Von IV. jur. Hart Wichmann.
Berlin 1905. Struppe u. Winckler. (301.5,—.)
Die Schrift beschäftigt sich auf den ersten 150 Seiten mir der
Beweislast im allgemeinen, sodann mit der Beweislast bei Tispositw-
vorschriften. Hieran schließt sich eine Betrachtung des Wesens des
Kaufes nach Probe. Den Schluß bildet das eigentliche Thema des
Buches, die Beweislast beim Kaufe nach Probe (195—250).
Verf., welcher auf dem Standpunkte der Theorie von Leonhard
über die Beweislast steht, erörtert hier in klarer und ansprechender
Weise zunächst die Beweislast dafür, daß nach Probe gekauft wurde,
und zwar beim Spezies- und beim Gattu.ngskaufe, sodann die Beweis-
last hinsichtlich der Proöemäßigkeit, wenn feststeht, daß ein Kauf nach
Probe vorliegt und der Käufer die Leistung noch nicht als Erfüllung
angenommen hat, und zwar auch hier zunächst beim Spezies- und dann
beim Gattungskaufe. Hieran schließt sich die Prüfung der Beweislast
hinsichtlich der Probemäßigkeit, wenn der Käufer die gesandten Waren
als Erfüllung angenommen hat. Die folgenden Abschnitte beschäftigen
sich mit der Beweislast hinsichtlich der Identität der Probe und mit
der Modifikation der Beweislast in dieser Hinsicht bei Übergabe ver-
siegelter Proben. Den Schluß bilden Untersuchungen über die Beweis-
last hinsichtlich der Identität der Ware und über Modifikationen der
Beweislast, wenn die Probe durch Verschulden seitens eines zur Auf-
bewahrung verpflichteten Kontrahenten verloren ging, sowie über die

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