Full text: Beiträge zur Erläuterung des deutschen Rechts (Jg. 50 (1906))

8.37. Groschuff-Eichhorn-Delius, Die preußischen Strafgesetze. 2. Aufl. 4. Lieferung

8.38. Klein, Vorschriften über Verwaltung u. Strafvollzug in den Preußischen Justizgefängnissen

Groschuff, Die preußischen Strafgesetze.

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ministischen Willensfreiheit um etwas Unbegreifliches, kann sie freilich
für viele - wie der Verf. meint — nicht annehmbar machen (213 f.);
für sehr viele aber — und wahrlich nicht die Törichtsten und Schlech-
testen — wird sie dadurch doch auch nicht unannehmbar, und der Streit
über die Willensfreiheit endet dann trotz allem mit dem eredo quia
absurdum est. Delbrück.

35.
Nie preußischen Strafgesetze. Erläutert von A. Groschuff, weil. Senats-
präsidenten beim Kammergericht, G. Eichhorn, Senatspräsidenten beim
Kammergericht, und Dr. H.Delius, Landgerichtsrat. Zweite gänzlich
neu bearbeitete und vermehrte Auflage. Vierte Schluß-Lieferung.
Berlin 1904. Otto Liebmann. (8,50; kompl. brosch. M. 23,50, geb. M. 26,—.)
Mit dieser Lieferung kommt die zweite Auflage des von uns in
den früheren Lieferungen an dieser Stelle schon angezeigten bekannten
Werkes von Groschuff zum Abschlüsse. Dies unentbehrliche Rüstzeug des
Strafjuristen liegt also neu bearbeitet und vollständig vor, ein ersehntes
und erfreuliches Ereignis. Die letzte Lieferung enthält namentlich die
Steuergesetze in einheitlicher Kommentierung, sowie im Anhänge das
neue Gesetz, betr. das Spiel in außerpreußischen Lotterien, und das
Wildschongesetz. _ Delbrück.

36.
Dir Vorschriften über Verwaltung und Strafvollzug in den Preußischen
Äustizgefängnissrn. Gesammelt und erläutert von Alexander Klein,
Direktor des Strafgefängnisses in Tegel, Amtsrichter a. D., Berlin 1905.
Verlag von Franz Wahlen. (Geh. M. 11,40; geb. M. 13,40.)
Der Verfasser sagt im Vorworte, daß die Sammlung „aus der
Praxis für die Praxis" zusammengestellt sei. Diesen Zweck erfüllt
sie in hervorragendem Maße. Den Mittelpunkt bildet die Gefängnis-
ordnung vom 21. Dezember 1898. Schon in ihrer äußeren Behandlung
zeigt sich der Praktiker: Die einzelnen Absätze der Paragraphen sind — ab-
weichend von dem amtlichen Texte — mit fortlaufenden Ziffern versehen,
wodurch das Zitieren wesentlich erleichtert wird. Die Anmerkungen
geben in übersichtlicher Zusammenstellung die zahlreichen Ausführungs-
bestimmungen und Erläuterungen wieder, die seit dem Erscheinen der
Gefängnisordnung bis auf die Gegenwart teils zerstreut in den Justiz-
ministerialblättern, teils nur in Müller „Die Preußische Justizverwaltung"
veröffentlicht sind. Die Vorschriften der „Dienstordnung für die dem
Ministerium des Innern unterstellten Strafanstalten und größeren
Gefängnisse vom 14. November 1902" sind insoweit angeführt, als
sie zum besseren Verständnis einzelner Bestimmungen der Gefängnis-
ordnung dienen können. Besonders hervorzuheben sind die Anregungen,
die der Verfasser aus seiner reichen praktischen Erfahrung gibt. Die
Entwürfe für „Eine Dienstordnung und Verhaltungsvorschriften für
Gefangene", die Anleitungen zur Ausbildung von „Anwärtern für den
mittleren Gefängnisdienst" und von „Anwärtern für den Aufseherdienst"

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