Full text: Jahrbücher für die preußische Gesetzgebung, Rechtswissenschaft und Rechtsverwaltung (Bd. 45 = H. 89/90 (1835))

„daß zur Vollendung der fleifthlichen^ Verbrechen, best»«.
„d«,s der- mit eiE harren Strafe borgten, üNd züm <kiat
„tritt der gesttzlich angevrohrten Strasse die immi«iavv.
„mini» nochwendig sei» Dieser Grundsatz- den man nur
„ais ein AuskünfinMeli betraMn muß,, ivpdurch schon
„in den altern Zeiten die richterlichen Behörden PisMa
,Hnen.erkannte, unangemessene StreMe:der gegen. H
„fleischlichen BerLrechen bestehenden„Gesetzezu umMch
„suchten und über besten Anwendtmg auch der gegenwar»
„tige Ge^chtchchsäüch sehr schwankend. Ist, kann nichs M
„auf keine Meise aus. dem Wesen der fraglichen Dervr^
„chen chergrleitet. werden, sondern mu£ auch bei geeicht
„lichen UlllersuchUngen zu sehr unschWchrn Erörtemngey
„führen, weshalb- derselbe fast in allen neuern Gesetzbü,
„chern deutscher Staaten aufgehoben und in Ansehung der
„Konsum matiou der fleischlichen Verbrechen die in diesem
enthaltene Bestimmung festgesetzt ist."
Weder die Deputation der zweiten Kammer, noch
dies« stibst halten Bemerkungen gegen den Gesetzvorschlag,
die zweiteKammer trat demselben einhellig bei. -Auch die De,
putatiou der ersten Kammer erklärte stch mit dem Ent,
wurf einverstanden und gab nur anheim, ob nicht die, um
eine» allerdings obscöncn Ausdruck zu vermeiden, ge,
wählte Fassung: „so bald die körperliche Bereinigung er,
„folgt ist", eine Ungewißheit verhängen und veranlassen
könnte, daß der nach den Motiven zu diesem §. beabstch»
tigt« Zweck, die bisherige Ungewißheit in der Lehr« über
die vollständige Konsummation solcher Vergehungen zu
verdrängen, im praktischen Leben unerreicht blieb«. Denn
vollständig sti» selbst nach physiologischen Verhäktniffm,
die bei fleischlichen Vergehungen in Frage kommende kör«
perliche Vereinigung eben erst dann erfolgt, wenn da-
wirklich eingetreten ist, was der bisherige Gerichtsgebrauch
und selbst dieDoctrin, jedenfalls die ältere, durchaus zum
vollen Thatbestande oder gleichviel zur Konsummativn -des
Verbrechens erfordere. O h n e diese könne aber die gesch»
lich angedrohete volle Strafe nach bekannten PriUcipitN
niemals zur Anwendung kommen, sondern immer nur ekttc
mildere ausserordentliche, je nachdem die Thar mehr oder

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