Full text: Beiträge zur Erläuterung des deutschen Rechts (Jg. 60 (1916))

9.5. Fröhner, Lehrbuch der gerichtlichen Tierheilkunde. 4. neubearbeitete Aufl.

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Neue Bücher.

Verträge der Filmfabrikanten). Es fehlt hier der Bühnendienstvertrag.
Der Verf. hat in der Vorrede auf seine systematische Darstellung dieses
Vertrags, die er unter dem Titel „Rechte und Pflichten des Schauspielers
nach geltendem Recht" im Verlage von Franz Wahlen 1914 hat
erscheinen lassen, verwiesen. Durch diese Zersplitterung geht dem Buche
ein nicht unerheblicher Teil des oben gewürdigten praktischen Wertes
einer Sonderdarstellung des Theaterrechts wieder verloren; diesem Übel-
stande wird sich aber bei einer späteren Auflage durch eine Verschmelzung
beider Schriften abhelfen lasten.
Leipzig. Zustizrat Df. Eickhoff.

14. Lehrbuch -er gerichtlichen Tierheilkunde. Von Df. meä. u. Df. med.
vet. h. c. Eugen Fröhner, Geh. Regierungsrat und Professor,
Direktor der Medizinisch-forensischen Klinik der Kgl. Tierärztl. Hochschule
in Berlin. 4. neubearbeitete Auflage. Berlin 1915. Richard Schoetz.
(Geb. 10 M.)
Eine Neuauflage von Fröhners bekanntem Lehrbuch der gericht-
lichen Tierheilkunde ist ein Ereignis. Ein Buch, das in einem Zeitraum
von 10 Jahren (1. Auflage 1905) 4 Auflagen erlebt, muß schon
bedeutende innere Vorzüge haben, und diese sind in der Tat vorhanden.
Was ich den früheren Auflagen in Besprechungen nachrühmen konnte:
Schärfe der Disposition, Kürze und Klarheit der Darstellung, das ist
auch in der neuen Auflage vorhanden. Es ist eine außerordentlich
bedauerliche Tatsache: In den Gerichtsbibliotheken findet man die besten
Werke auf dem Gebiete der gerichtlichen Tierheilkunde, nämlich die
Werke von Professor Fröhner, Berlin, und von Professor Malkmus,
Hannover, (2. Auflage, Hannover 1910) nur selten. Die Folge ist
die, daß der Richter sich über die einfachsten Vorgänge der gerichtlichen
Tierheilkunde vollständig im Unklaren befindet und daß über die ein-
fachsten Behauptungen Beweise durch Sachverständige erhoben werden
müssen. Würde der Richter eines der beiden Werke von Fröhner und
Malkmus zu Rate ziehen, so würde in manchen Fällen eine Beweis-
erhebung vollständig überflüssig. Es kommt aber etwas Weiteres
hinzu: Es ist ja selbstverständlich, daß wir Juristen auf dem Gebiete
der gerichtlichen Tierheilkunde Laien sind. Allein auch als Laie kann
ich mich über manche mir nicht klare Begriffe der gerichtlichen Tier-
heilkunde unterrichten, besonders dann, wenn mir so vorzügliche Behelfe
wie die Lehrbücher von Fröhner und Malkmus zur Verfügung stehen.
Das hat aber eine weitere Folge: Bin ich als Laie unterrichtet, dann
kann ich auch den beigezogenen tierärztlichen Sachverständigen ganz
anders fragen und ganz anders zur Sachaufklärung beitragen, als wenn
ich von der ganzen gerichtlichen Tierheilkunde keine Ahnung habe. Man
darf nicht vergessen: Es gibt, wie in jedem Stande, auch unter den
Tierärzten manche, welche sich um den neuesten Stand der Wissenschaft
nicht kümmern, sei es, daß sie keine Zeit haben, oder daß sie zu bequem
find. Es werden dann manchmal Gutachten abgegeben, welche unrichtig
find und mit dem neuesten Stande der Wissenschaft nicht im Einklänge

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