Full text: Jahrbücher für die preußische Gesetzgebung, Rechtswissenschaft und Rechtsverwaltung (Bd. 12 = H. 23/24 (1818))

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i§. k>. M- bisher statt gefundene Praxis, wonach bei
Abschätzung von Grundstücken der darauf haftende Al.
tentheil von dem Ertrags-Capital nicht in Abzug ge-
bracht worden, nichts zu erinnern. .Denn da der auf
einem Grundstück ruhende Altentheil keine beständige Last
des Luucki ist, sondern mit dem'Tode des Altsitzers auf-
hört, und die Revenüen des Grundstücks nur ad tem-
pus verringert, nicht aber den Werth der Besitzung
überhaupt: so ist die Ansicht des Collegii, daß dieser
Altentheil bei Abschätzung des Grundstücks von dem
Werche desselben nicht abzuziehen sei, ganz gesetzlich.
Jedoch muß bei der historischen Beschreibung deS taxir»
ten Grundstücks nicht unbemerkt bleiben, daß, und welch-
em Altentheil darauf haftet, da solches auf den momen-
tanen Werth der Besitzung allerdings von Einfluß, und
für den von großem Interesse ist, der auf das Grund-
stück Credit geben will. ^
Berlin, den 28. August rgrg.

, Der Justiz-Minister
v. Kircheisen.
Air
^baS Königliche Oberlandesgericht
von Litkhauen zu Insterburg.

' ; ■ 3.
Die Verbindlichkeit der Geistlichen, Vormundschaf-
ten zu übernehmen, betreffend.
(A- £. R- Tbl. n. Tit. XViu. § 161; vergl- Heft 2-. S-138.)

Dem Königlichen Oberlandcsgericht wirb mit Be-
ziehung auf das Rescript vom n. April d. I. eröffnet,
daß die d^r Geistlichem bei Uebernahme von Vormund-
schaften zur Bedingung gemachte Einholung des Con»
seuses des Provinzial-ConsistoriumS nur für die evan-

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