Full text: Jahrbücher für die preußische Gesetzgebung, Rechtswissenschaft und Rechtsverwaltung (Bd. 12 = H. 23/24 (1818))

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Dies . U um so. natürliche^ als das lobpreisende
Urtheil, welches einige Deutsche über sie fällen, gar grell
von dem tadelnden Urtheil absticht, was im eigenen Va-
terland dieser Justiz von sachkundigen Mägnern über sie
gefällt und mit Beispielen belegt wird;
Die Urchnle dieser letzten Art sind um so interes,
ter und wichtiger, als die Competenz des Urtheils recht
vieler Lobredner der französischen Criminal-Justi; gar
problematisch -scheint. . .Wenn, jemals, ■ so ist gerade ■ über, .
diesen Gegenstand tiefe 'Sachkunde und Unbefangenheit
unerläßliche- Bedingung' des^' zuverlaßigen-Uriheils
und diese Bedingung- dürste bei einch,Reihe von Stim»
men, welche für die Vorzüge, dieser Criminal Justiz und
selbst für den Grund ihres Anspruchs auf Nachahmung
sich ausgeProchen. haben, wohl einen bescheidenen Zweifel
erlauben- ;j ; :
Wenn tiefe S a ch kund e Bedingung dieses Urtheils
ist; so mögte das Urtheil derjenigen nicht ganz compe-
tent feyn, welche die Natur und Erfordernisse ded Cri,
minal Verfahrens, dem ganzen Umfange nach, überhaupt
nicht kennen, das Urtheil derjenigen, 'welche den franzö-'
fischen Criminäl Prozeß nur aus einzelnen, das Gemükh
und die Phantasie ^sonders ansprechenden/ feierlichen'
Acten, gleichsam im Gallagcwände Und in der, ihnen
bisher unbekannten, Kathegorie eines Justiz Schauspiels,'
kennen; das Urtheil ferner berjrmgen, weiche glauben,,
«s verhalte sich in der Praxis, so wie es die Theorie
vorschreibt-und bas Urtheil endlich derjenigen, die so wenig
unterrichtet sind, baß sie in den brittischen Geschwornen und'

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