Volltext: Jahrbücher für die preußische Gesetzgebung, Rechtswissenschaft und Rechtsverwaltung (Bd. 12 = H. 23/24 (1818))

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- Schon in den ältesten Zelten war der Pommersche
Bauer kein erblicher Besitzer seines Hofes.
MicraeliuS in feinem alten Pommerlande Ed.
de i63g. S. 55o. Band VI* beschreibt die Lage der
Bauern folgendergestalt: '
die Bawern dieser Ritterschaft sind so weit leibeigen,
- daß ste müssen immer zu: wenn es von ihnen begehrt
wird, Wagen, und Fußdienst thun, und so ste ent-
laufen, wuß man jhrer Herrschaft, wenn ste dieselben
wieder ausspüret, wieder folgen lassen, und ste wieder»
um den Hof bewohnen. Kann aber der Bawee nicht
wieder aufgespüret werden, so must der Edelmann ei»
neu andren Bawren auf den Hof setzen, und jhme
bie Hofwere, das find, Pferde, Kühe, Schafe, Schwei-
ne und Korn geben, das er damit seine Nahrung an.
ssangen kann. Derselbe ist bann damit nicht vielwe»
Niger denn leibeygen, denn er har am Hofe und Acker
nichts eigenes, sondern wenn es dem Herrn gefäl-
lig, so mag er ihn oder seine Kinder davon
stoßen, und so müssen sie jhme beim Hofe die Hof.
wehre lasse».
Hiernächst erzählt er von den freien und erblichen
Bauern an einzelnen Orten/ welche ihr Erbe verkauft»
können. - - '
Eben so schildert Ranzvw, welcher um baS Jahr
iLZo lebte, in seiner Pomeraniae Edit. von igl7«,
den Zustand der Bauern -in Pommern.
Indem er von den freien Bauern redet, fahrt er
fort: ' ~ . ' : - '

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