Full text: Jahrbücher für die preußische Gesetzgebung, Rechtswissenschaft und Rechtsverwaltung (Bd. 12 = H. 23/24 (1818))

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neu, wie zahlreich sie auch sein mögen/ gewünscht wird,
weil eine Regierung idealische und gemeinschädliche Wün-
sche der Unterthanen nicht berücksichtigen, sondern durch
Anordnung deS Bessern zu ihrem und zu dem ganzen
Frommen berichtigen muß
Doppelt wichtig ist diese Pflicht, wenn diesen
Einrichtungen so viele und so erhebliche Gründe
enkgegenstehen, alö gegen die Fortdauer der französischen
Just.'zpsiege, besonders der Criminaljufliz, sich verei,
nigcn. s .

Wir haben geglaubt, über den Punkt der Illibera-
litat ausführlicher sein zu müssen, weil die. Vertheidiger
der französischen Justiz den Vertheidrgcrn der preußischen
diesen Vorwurf so freigebig und vorschnell gemacht ha-
ben. Wie dieser Gegenstand auch entschieden werben
mag, Uns wird es stets sehr angenehm sein, für eine
Justiz, die so lange der Gegenstand unscrs Ratio-
nalstolzes war und gegen die Erhaltung einer In-
stjzverfassung gesprochen zu haben, die für Deut»
sche und deutsche Staaten unwürdig und unpassend
ist und, könnte ihre Fortdauer auch sancti'onirt

65) F r. Cast ill on Disserf. sur la questioni est-il utile-
au peuple d’etre trampe, ?oit qu’on Finduise dans de nouvelles
erreurs ou qu’on Fentretienne dans calles ou il est? (A Berlin
1788O und Isaac Math, van Ge uns diss. an populi errori-
bus et superstitioni leges accomodore liceat ? (Trajecti Batavo-
rum 1798. 4.)

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