Full text: Beiträge zur Erläuterung des deutschen Rechts (Jg. 48 (1904))

6. Literatur

6.1. Planck, Bürgerliches Gesetzbuch nebst Einführungsgesetz. I. Bd. 3. Aufl.

Literatur.

1.
LSrgrrUches Gesetzbuch nebst Einfkhrnngsgesetz erläutert von vr. G. Plancks
Wirklicher Geheimer Rat und ordentlicher Honorarprofessor an der Uni-
versität Göttingen in Verbindung mit Or. A. Achilles -s, Reichsgerichts-
rat, vr. F. Andre, ord. Professor, M. Greifs, Geheimer Justizrat,
F. Ritzen, Landrichter, O. Strecker, Landrichter, vr. E. Strohal,
Geh. Hofrat, ord. Professor, vr. K. Unzner, Oberregierungsrat. Bd. I.
Einleitung und Allgemeiner Teil. Dritte vermehrte und verbesserte Auf-
lage. Berlin 1903. I. Guttentag. (M. 10,—.)
Die Berücksichtigung der reich fließenden Literatur und Recht-
sprechung hat den Umfang des ersten Bandes dieser neuen Auflage
nicht unerheblich vergrößert. Die Bedeutung, welche der Planckschen
Ausgabe des B.G.B. für die richtige Auffassung des neuen Rechtes bei-
gemessen wird, tritt überall in der gerichtlichen Praxis und Literatur
hervor. Sie sicherte der neuen Ausgabe erwartungsvollen Empfang.
Auch bei dem gegenwärtigen Stande unserer Durchforschung des neuen
Rechtes wird das Buch seine alte Bedeutung behalten. Ganz besonders
gilt dies von dem vorliegenden ersten Teile, der von Planck selbst be-
arbeitet und von derjenigen Gedankenklarheit durchleuchtet ist, welche der
Vers, zum hervorragendsten Mitgliede der Kommission für Ausarbeitung,
des Entwurfes zum B.G.B. gemacht hat.
Dem Verf. liegt auch die Erkenntnis nicht fern, daß für die richtige
Auffassung des Inhalts des gewordenen Gesetzes nicht immer maßgebend
ist, was die einzelnen bei Gestaltung des Gesetzestexts tätigen Personen
dabei gedacht haben, und daß die Tragweite eines Gesetzes von seinen
Gestaltern niemals vollständig übersehen wird, daß auch die Wirkung
des Gesetzes im Leben zuweilen dahin führen muß, anzuerkennen, daß
der für das Gesetz gefundene Ausdruck nicht immer den ganz richtige»
Sinn erschöpfend wiedergibt. Doch ist es natürlich, daß für den
Herausgeber das, was er aus den Geburtsstätten des B.G.B. mitbringt,
der Ausgangspunkt ist und regelmäßig das Maßgebende bleibt.
Bei den Bestimmungen über Entstehung der juristischen Person
waren die früheren Auflagen noch bei dem Wortlaute der tzK 21, 22
stehen geblieben und lehrten, die Eintragung eines Vereins in das
Vereinsregister begründe nur dann seine Rechtsfähigkeit, wen« sein
Zweck wirklich nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet
sei, und ebenso erlange ein Verein durch staatliche Anerkennung Rechts-

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