Full text: Beiträge zur Erläuterung des deutschen Rechts (Jg. 40 = 5.F. Jg. 5 (1896))

Hebet die Einreden gegen die Wechselforderung.

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B. wenn er eine offenbare liquide und zahlbare Gegenfor-
derung darlhut;
6. wenn der Kläger zur Fundirung seiner Klage sich noch zu le-
gitimiren hat, oder sonst die Bxeoxtionos so beschaffen sind,
daß sie aus dem Wechselbriefe oder Wechselrechte selbst
fließen. Alle anderen Einwendungen sind
D. zur besonderen Ein- und Ausführung anzuweisen.
Rostock'sche Wechselordnung vom 14. Dezember 1827.
§ 10. Derjenige, welcher aus einem solchen Wechselverhältnisse
besprochen wird, kann sich durch keine Einreden schützen, welche aus
Verhältnissen hergeleitet werden, die zwischen dem Beklagten und
einem Dritten, sei es der Trassant, oder der Trassat oder einer dev
anderen Zndoffanten, stattftnden. Nur das Rechtsverhältniß
zwischen dem jedesmaligen Kläger und Beklagten kommt
zur Betrachtung, so daß nur daraus die Vertheidigungsmittel
hergenommen werden können.
Weimarische Wechselordnung vom Jahre 1819.
§ 238. Welche zerstörlichen Einreden vorgeschützt werden
können, das ist aus der Wechselordnung, und im oudsiäiui»
aus der Theorie der gemeinen Rechts zu beurtheilen.
Preußisches Landrecht II. 8.
§ 916. Der Wechselbeklagte kann, außer dem Einwand der dem
Kläger bereits geleisteten Zahlung, nur solcher Einwendungen,
die aus gegenwärtigem Wechselrechte hergenommen sind,
sich bedienen.
§ 926. Ist der Kläger bloß Bevollmächtigter oder nach § 820 und
§ 822 dafür zu achten, so muß er alle zulässigen Einwendungen
und Gegenforderungen, welche dem Beklagten gegen den Herrn des
Wechsels zustehen, wider sich gellen lassen.
§ 927. Außer diesem Falle kann der Beklagte in der Regel sich
nur solcher Einwendungen und Gegenforderungen bedienen,
welche ihm wider den klagenden Wechselgläubiger selbst zu-
kommen.
§ 1153. Auch die Richtigkeit des letzten Indossaments muß der
Bezogene gehörig untersuchen.
§ 1154. Wer aus grobem Versehen auf ein falsches Indossa-
ment Zahlung leistet, oder mit einer verdächtigen Person (Th. I

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