Full text: Beiträge zur Erläuterung des deutschen Rechts (Jg. 37 = 5.F. Jg. 2 (1893))

12.3. Birkenbihl, Ferdinand, Gerichtsassessor: Das Reichsgesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung vom 20. April 1892

12.4. Gareis, Dr. Carl, ord. Professor der Rechte: Das Reichsgesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung vom 20. April 1892

Birkenbihl, Das Reichsgesetz betr. die Gesellsch. mit beschr. Haftung. 769
Wir haben die erste, 1891 erschienene Lieferung dieses Kommen-
mrs zum H.G.B. in den Beiträgen Bd. 36 S. 150 angezeigt. Die
jetzt vorliegende achte Lieferung bildet den Schluß des Werkes. Der
Verfasser ist bei seinem sehr sorgfältig und fleißig gearbeiteten Werke
bestrebt gewesen, die von der Wiffenschaft und Praxis zur Erläuterung
des H.G.B. zu Tage geförderten Ergebnisse, vermehrt durch die Resul-
tate eigener Forschung namentlich für den Praktiker klar da^ustellen.
Wie wir bereits früher anerkannt haben, ist ihm diese Aufgabe in mehr-
facher Beziehung (wir verweisen beispielshalber auf das Firmenrecht)
wohl gelungen. Wir können bezeugen, daß der Kommentar in der
Judikatur, auch des Reichsgerichts, vielfach Beachtung und Anerkennung
gefunden hat. Es scheint uns deshalb der Erfolg des Buches gesichert.
_ Rassow.

35.
;U Vas Veichsgefetz betreffend die Gesellschaften mit beschrankter Haftung
vom 20. April 1892 nebst einem Anhang enthaltend I. das Preußische
Gesetz betreffend die Kosten für die in Folge des Reichsgesetzes vom
20. April 1892 bei der Führung des Handelsregisters vorkommenden
Geschäfte vom 12. Juni 1892; II. einen Entwurf eines Gesellschafts-
Vertrags. Erläutert von Ferdinand Birkenbihl, Gerichtsassessor.
Berlin 1893. Siemenroth & Worms. (Geh. M. 8,— ; geb. M. 9,—.)
M Vas Neichpgefeh betreffend dir Gesellschaften mit beschrankter Haftung.
Vom 20. April 1892. Systematisch dargestellt von Dr. Carl Gareis,
ord. Professor der Rechte. Berlin 1893. I. Guttentag. (M. 1,—.)
Die bereits außerordentlich reiche Kommentarien-Literatur zu dem
Reichsgesetz über die Gesellschaften mit beschränkter Haftung ist durch
das zu a) bezeichnte sehr umfangreiche Werk vermehrt. Von demselben
Verfasser ist bereits eine Textausgabe mit kurzen Anmerkungen heraus-
gegeben. Das vorliegende Werk karakterisirt sich durch die sehr ein-
gehende Vergleichung der Vorschriften über die neue Gesellschaftsform
mit denen über die älteren Gesellschaften, insbesondere mit den Bestim-
mungen des Aktiengesellschaftsrechts und zeigt die gründlichen Kenntnisse
des Verfassers auf diesem Gebiet. Das Werk zu b) ist als Anhang
mm Lehrbuch des Handelsrechts des Verfassers (vergl. Beiträge B. 36
S. 900) bereits in dem letzteren Werk angekündigt. Es enthält in über-
sichtlicher Fassung eine Jurge systematische Darstellung des neuen Gesell-
fchaftsrechts. Zm Hinblick auf die nach der Ansicht Birkenbihl's „zu
Unrecht" befürchteten schlimmen Folgen des Gesetzes ist erfreulich, daß
die angeblich so schmerzlich empfundene Lücke im Gesellschaftsrecht, die
durch die neue Rechtsschöpfung ausgefüllt werden sollte, durch die prak-
tische Erfahrung nicht bestätigt wird, da die Zahl der Gesellschaften mit
beschränkter Haftung, die bisher ins Leben getretm sind, glücklicher Weise
viel geringer ist, als das lebhafte literarische Interesse für diese Erfindung
der neuen Gesetzgebungskunst vermuthen lassen sollte. Eccius.

Beiträge, XXXVII. (V. F. II.) Jahrg. 4 u. 5. Heft.

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