Full text: Beiträge zur Erläuterung des deutschen Rechts (Jg. 46 (1902))

15. Literatur

15.1. Huysinga, Schuld und Schuldursache (causa)

15.2. Ramdohr, Grundriß für das Studium des deutschen Privatrechts nach der Legalordnung des Bürgerlichen Gesetzbuchs für das Deutsche Reich

Literatur.

105.
Krvntzriß für das Studium des deutschen Privatrechts nach -er kegal-
ortznnng des üüryertichrn Gesetzbuchs für das Deutsche Ueich.
Systematisch dargestellt von H. Ramdohr, Amtsrichter. Vollständig in
zwei Bänden. Band I. Allgemeiner Theil und Recht der Schuldverhält-
nifse. Band II. Sachenrecht, Familienrecht, Erbrecht, Sachregister für
beide Bände. Posen 1901 und 1902. Verlag von Joseph Jolowicz.
(Bd. 1 M. 6,-, geb. M. 6,85.) (Bd. 2 M. 8.-. geb. M. 9,—.)
Der den Lesern der Beiträge aus mehreren tiefer gehenden Ab-
handlungen bekannte Vers, hat in diesem Buche jüngeren Kollegen ein
yülfsmittel zur Einführung in das B.G.B. geben wollen. Es ist ihm
dabei gelungen, eine glatt fließende und leicht verständliche Ausdrucks-
weise zu finden und dadurch dem Vorwurfe zu entgehen, der zuweilen
seinen Aufsätzen gemacht ist, daß sie sich leichtem Verständniß ent-
gehen. Bei der nach jenen Aufsätzen bekannten Urtheilsreife des Verf.
hat das Buch die Vermuthung für sich, daß der Verf. der gestellten
Aufgabe sich wohl gewachsen zeigt, eine Vermuthung, die ich in den von
mir durchgesehenen Abschnitten durchaus bestätigt gefunden habe, wo-
mit natürlich nicht gesagt ist, daß ich mir überall die vom Verf. ver-
tretenen Ansichten aneignen würde. Eccius.

106.
Schnitz untz Schntdursache (causa). Von 1)r. I. W. Huysinga. Amster-
dam 1901. Gebr. Schroeder (H. Gerlings). (M. 3,— .)
Das Buch ist von einem holländischen Juristen in deutscher Sprache
geschrieben. Es geht von der Vorschrift des „Burgerlijk Wetkboek"
g 1371 aus, wonach eine Verpflichtung aus einem Vertrag eine erlaubte
'•<>rzaak haben muß. Der Verf. bezeichnet diese vorzaak (causa) als
Ursache der „Schuld". Er untersucht sodann diesen Begriff der
schuld, die er im Anschluß an Amira von der Verpflichtung unter-
'cheidet. Allerdings beruht regelmäßig die Verpflichtung auf einer Schuld;
aber es giebt auch abweichende Fälle. Entweder derart, daß die Schuld
dem Verpflichteten fremd ist, wie bei dem Bürgen, der nur hastet, aber
^ucht schuldet (S. VII, 6). Oder so, daß eine Schuld überhaupt nicht
aesteht, nämlich bei der Schenkung (S. 47 ff.). Eine eigentliche Schuld
uegt aber auch bei der Pflicht zur Leistung auf Gegenleistung nicht vor.

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