Full text: Beiträge zur Erläuterung des deutschen Rechts (Jg. 49 (1905))

10.29. Kleinfeller, Lehrbuch des deutschen Zivilprozeßrechts

10.30. Skonietzki und Gelpcke, Zivilprozeßordnung und Gerichtsverfassungsgesetz für das Deutsche Reich. 1. Lieferung

10.31. Raydt, Die vorläufige Vollstreckbarkeit

Kleinfeller, Lehrbuch des deutschen Zivilprozeßrechts.

437

62.
Lehrbuch des deutschen ZivilprozeßrechtK. Für das akademische Studium.
Von Dr. Georg Kleinfeller, o. ö. Professor an der Universität Kiel.
Berlin 1905. Franz Wahlen. (M. 12,—, geb. M. 13,—.)
Der Verf. betont in seiner Vorrede, daß der akademische Unter-
richt im Zivilprozeßrechte nicht danach zu streben habe, den Stoff zu
erschöpfen, und daß der Lernende dabei auf die selbsttätige Erfassung
des Gesetzesinhalts hinzuweisen sei, daß die Hauptaufgabe des akade-
mischen Lehrbuchs in Zusammenfassung und Anordnung des Stoffes
bestehe, mit dem Ziele, die Lernenden an der Hand der geschichtlichen
Entwickelung im römischen, romanischen und deutschen Prozeßrecht in
das innere Wesen der Materie einzuführen.
Diese Gesichtspunkte verdienen m. E. volle Zustimmung. Dem
Verf. ist es auch gelungen, ihnen in seinem Buche gerecht zu werden.
Das Buch empfiehlt sich durch ein leicht übersichtliches System, durch
klare Sprache, die auch von dem ungeschulten Leser leicht zu erfassen
ist. Dabei wird prinzipiellen Fragen nicht aus dem Wege gegangen,
aber sie werden ohne übermäßigen literarischen Ballast behandelt. Das
Buch wird also seinen Zweck gut erfüllen. Eccius.

63.
Zivilprozeßordnung nud Gerichtsverfassungsgeseh für das Deutsche Reich
nebst den Einführungsgesrhen und den preußischen Ausführungs-
gesehen auf Grund der Rechtsprechung erläutert von Richard Skonietzki,
Reichsgerichtsrat, und I)r. Max Gelpcke, Rechtsanwalt und Notar.
1. Lieferung. Berlin 1905. Franz Bahlen. (M. 3,—.)
Ein Ersatzwerk für den Kommentar v. Wilmowski-Levy ist, wie ich
überzeugt bin, von vielen ersehnt worden. Jetzt wird es uns in der
vorliegenden ersten Lieferung geboten. Geschrieben im Geiste des älteren
Werkes, — aus der Praxis für die Praxis; aber ein neues Werk,
gelöst vom Wortlaute des früheren, selbständig gearbeitet; gerichtet auf
genaue Exegese des Gesetzestextes mit erschöpfender Berücksichtigung der
Judikatur, namentlich des Reichsgerichts und kurzer Hindeutung auf
abweichende Ansichten. Bei aller Wertschätzung der vorhandenen Kom-
mentare der ZPO. in ihrer gegenwärtigen Fassung kann dem Werke in
seiner klaren Fassung und geschickten Anordnung vorhergesagt werden,
daß es die Beliebtheit des Wilmowski-Levy erreichen wird. Wünschens-
wert ist nur baldige Vollendung. Die erste Lieferung — bis § 64 der
ZPO. gehend — enthält 10 Druckbogen; berechnet ist das Werk auf
80 bis 90. Eccius.

64.
Die vorläufige Vollstreckbarkeit Von Dr. jur. Ernst Raydt. Leipzig. 1904.
Veit u. Comp. (M. 3,—.)
Der Verf. hebt in der Einleitung hervor, daß das Gebiet der vor-
läufigen Vollstreckbarkeit trotz wiederholter, mehr oder minder aus-

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