Full text: Beiträge zur Erläuterung des deutschen Rechts (Jg. 49 (1905))

6.30. Von Conta, Die Ausweisung aus dem Deutschen Reich etc.

6.31. Schott, Römischer Zivilprozeß und moderne Prozeßwissenschaft

Schott, Römischer Zivilprozeß und moderne Prozeßwissenschast. 175
Disziplinarrechts zu zweifelhaften Fragen, insbesondere wo widersprechende
Urteile der Disziplinargerichte vorliegen — was nicht gerade selten ist —,
erhöht den Wert des Buches. Den mit der Handhabung der Beamten-
disziplin betrauten Behörden wird das Buch ein sicherer und sehr will-
kommener Wegweiser sein.
Als viertes Gesetz schließt sich an die oben bezeichneten das viel-
umstrittene Gesetz, betreffend die Disziplinarverhältnisse der Privat-
dozenten rc., vom 17. Juni 1898 an. Auch dieses wird vom Vers,
kommentiert. In einem Anhänge wird der Text der Gesetze vom
21. Juli 1852 und 7. Mai 1851 nochmals mit den ergänzenden gesetz-
lichen Vorschriften in der jetzt gültigen Fassung abgedruckt. Ein chrono-
logisches und ein Sachregister machen den Schluß.
Leipzig. H. Boethke.

30.
Römischer Iivilprozrß und modern» Prozeßwissenschast. Streitfragen aus
dem Formularprozesse von Ilr. Richard Schott, a. o. Professor an
der Universität Jena. München 1904. C. H. Becksche Verlagsbuchhand-
lung. (M. 3,—.)
Die Schrift ist veranlaßt durch die Kritik, welche des Verfassers
Abhandlung „Das Gewähren des Rechtsschutzes im römischen Zivil-
prozeß" gefunden hat. Den Gegenstand bildet das Wesen der «tene-
gatio im römischen Formularprozeffe, der editio formulao, der Litis -
kontestation und der aotio. Mit der „modernen Prozeßwissenschaft" im
Titel ist nicht die Wissenschaft vom römischen Prozeß in ihrer heutigen
Gestalt, sondern die Wissenschaft des modernen Prozeßrechts gemeint,
die vom Verfasser für das Verständnis des römischen Prozesses nutzbar
zu machen versucht wird. Darin geben wir dem Verfasser unbedenklich
recht, daß die Römer den praktischen Zweck des Prozesses ebensowenig
aus den Augen verloren haben werden, wie er bei uns hintangesetzt
wird. Und vielleicht hat er auch darin recht, daß unsere Zivilisten
aus dem römischen Prozeß ein künstliches Gebilde gemacht haben, das
dem praktischen Bedürfnisse wenig entspricht und den Prozessualisten
daher nicht befriedigen kann.
Leipzig. _ H. Boethke.

31.
Vir Ausweisung aus dem Deutschen Reich und aus dem Staat und der
Gemeinde in Preußen. In systematischer Darstellung für den Gebrauch
derBehörden und Privaten bearbeitet vonUr.jur. von Conta, Regierungs-
assessor. Berlin 1904. Franz Bahlen. (Geh. M. 4,- geb. M. 4,80.)
Die Schrift behandelt in systematischer Darstellung die in Deutsch-
land maßgebenden Grundsätze und Vorschriften bezüglich der Ausweisung
von Ausländern, wie von Reichsangehörigen. Die Ausweisung ist dabei
in weitestem Sinne genommen als Reichsverweisung, Landesverweisung
und Ortsverweisung, wozu auch die Aufenthaltsverbote gehören. Den

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