Full text: Magazin für die Philosophie und Geschichte des Rechts und der Gesetzgebung (Bd. 1 (1800))

Ucier Urkuadeardltisn und Argentariea. 28z
»ine wirkliche Edition-Verbindlichkeit im heutigen
Sinne de» Wort» vorfand/ dep Argentinien, hatte
die römische Rechtsphilosophie au» den höher»
Elementarlehr-n de» Eigenlhum» , und au» dem
Bedürfnisse der öffentlichen Sicherheit raisvnnirt.
Sie hatte Rechtssätzen positive Sanktion gegeben,
die, weit entfernt die Unabhängigkeit de» Eigen-
thum» zu kränken, und seine Sicherheit zu stören,
nur Eigenchum und Sicherheit befestigen konn-
ten , und sogar zum Theil au» dem Begriffe de»
Eigenthum» abgeleitet waren. Endlich kam ich
auf eine der heutigen Edition der Rechtslehrer
sehr ähnliche, obgleich immer noch weniger incon»
sequente und drückende. Aber zu meiner Freude
fand ich in dieser Editionsverbindlichkeit ein blo-
ße» historisches Denkmal gesetzgeberischer Aurz»
fichtigkeit, und die unhaltbar« Ämalgamation ei-
ner trügerischen Rechtsanalogie mit den Vorschrif-
ten einer christlich orthodoxen Moral. So stellte
sich mir Justinian» berühmte Constitution 6. IV.
2 t. c. 22. dar. Der Stempel der gesetzlichen
Autorität war langst verloschen, und an dst Ättl-
le «ne» durch die deutsche Rrich-geseygebung sub*
sidiarisch ausgenommen»»» römischen Gesetze», trat
einer vom rastlosen Cuja» veranstaltete Wiederher-
stellung au» den Basiliken. Da» ist e»ne gedräng-
te Uebersicht de» Resultat» der in den folgenden
Blättern niedergelegten Untersuchung. Glücklich,
wenn ich den Freund philosophisch historischer For-
schungen Halbweg befriedige, ohne dem gelehrten
und belesenen Juristen, durch zu sparsame Alle-
gationen desjenigen, was andere vor mir gesagt
haben, ein Aergrrniß zu geben! Noch glücklicher,
wenn Männer von Einfluß auf die Verbesserung
der Rechtspflege, mit Verwerfung der practifchcn
Jrrthümtr, zu welchen eint mißverstandene Edi-
D 2 tivnS-

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