Full text: Volume (Bd. 1 (1800))

lieber Verletzung, des guten Namens u.'d. Ehre. 7
Staat, diese nur im Staat, durch die Ord-
nung der Dinge, wie sie die bürgerliche Verfas-
sung eingeführt hat, möglich. Ich «verde ie-
der dieser beiden Arten von Injurien einen eig-
nen Abschnitt widmen. Und dann werde ich die
von der meinigen abweichenden neuesten Theo-
rien einer kurzen Prüfung unterwerfen.

Erster Abschnitt.
lieber Schmähungen und Verleumdungen,
oder über Verletzungen de- gutenNamens.

^6ir wissen nun, wa- wir unter dem guten
Namen zu verstehen haben. Er ist nicht da-
Produkt äusserer moralischer Güte, wieckie sich
^urch Thathandlungen zeigt. Er ist nicht da-
Resultat des Eindrucks, den die Aeusserung die-
ser Güte, auf daS Urtheil unserer Mitmenschen
über sie, gewürkt hat. Mißgunst und Neid
können Verdienste, die wir hier erworben ha-
ben, verkleinern und entstellen. Was uns hier
üble Nachrede raubt, ist nicht der unbeschol-
ttne gute Ruf, der uns mit allen rechtlichen
und negativ guten Menschen in die nemliche
Klasse sezt. Wir können den höhern beneideten
Vorzug für Menschen zu gelten, die sich auS
vem großen Haufen gewöhnlicher Köpfe, ge-
urphnlich ehrlicher Leute hervorgedrängt haben,
wieder verlieren, ohne dadurch an unferm un»
^scholtenen Ruf gelitten zu haben.
Guter Name ist, wenn ich mich so auSdrük-
«rn darf, das anspruchlose Produkt praktischrr
Untyä-

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