Full text: Kritische Zeitschrift für Staatsregierung und Gesetzgebung (H. 1 (1817))

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einer Regierung wie die preußische ist, schuldig sind,
und von welcher grade diese Verfasser auf das le-
bendigste-erfüllt und durchdrungen sind, werden sie
nie aus den Augen verlieren. - ■ ';i'
Denn wir sehen unseren höchsten Stolz darin,
Preußen zu sein, und wie der Engländer Wilson
vor dem Assisen Gerichte' in Paris, sprechen auch
wir es laut aus': ,, daß die Freiheit und der Ruhm
„unseres Vaterlandes unser Erbtheil ist; daß-ein
,.Preuße nicht aufhören kann, deren Wächter zu
„sein, ohne dasjenige zu verrathen^ waS.er seinen
„Vorfahren, seinen Mitbürgern, und der Nachwelt
„schuldig ist; daß nur willkührliche Herrschaft blinde
„Ergebung von ihren Unterthanen verlangt; und
„daß dagegen ein Staat wie der Preußische - von
„allen Classen seiner Bürger die eifersüchtigste Wach-
„samkeit über die Regierung' selbst, als das erha-
,,bene Vorrecht eines freien Mannes fordert."
Endlich bemerken wir nur noch.— wie auch
schon diese Ankündigung darthun wird, -— daß man
nichts weniger als eine flache Lobschrift' auf die
preußische Staatsregierung und Gesehgebung, und
auf deren Urheber, zu erwarten hat, wozu wir uns
und unsre Leser zu gut achten; so wie auch daß
wir uns auf einen freien von allem Einfluß der
Regierung unabhängigen Standpunkt stellen und er-
halten, oder — das ganze Werk aufgeben werden.
, Denn als Lobredner der preußischen Regierung auf-
- treten, wäre ein eben so bizarres Unternehmen , als
Shakeöpears poetischem, und dramatischen Genius

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