Volltext : Kritische Blätter civilistischen Inhalts (Nr. 3 (1853))

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sieht in 1. 84. §♦ 1. D. r. j. gleich uns 104) zwar naturales, aber klagbare
Obligationen; (Commodate, und Deposita aber, wie er meint, können in
dem dare facere nicht stecken); er endlich meint: „Es müssen, um eine
naturalis obligatio zu Stande zu bringen, nicht nur Handlungen sein,
wegen welcher Jemand nach moralischen Begriffen wohl zum Nachkommen
müßte verbunden sein — nein, es müssen obligatorische Handlungen sein,
d. h. solche, welche nach dem römischen Rechte (das jus gentium einbe-
griffen) eine obligatio bewirken, welchem das bürgerliche Recht nur diesem
eigener Gründe wegen, die gewöhnliche Wirkung versagt —" und verweist
auf die charakteristischen Worte der 1. 49. §. 2. V. pec. (15, 1): Ut
debitor vel servus domino, vel dominus servo intelligatur, ex causa
civili computandum est: ideoque si dominus in rationes suas refert,
se debere servo suo, cum omnino neque mutuum acceperit, neque
ulla causa praecesserit debendi, nuda ratio non facit eum debitorem.
Kurz wenn nicht anderweitige Lücken und Differenzen wären, möchte man
sagen, der Anstoß zu vorstehendem Aufsatze datire aus Utrecht. Auf die
Wirkungen der naturalis obligatio geht der Verfasser wohl ein, aber es
waltet mehr ein Bestreben ob, sie zu verringern, als sie zu erkennen;
Savigny's Abschnitt über die Wirkungen der nat. oblig. f ernte er nicht
benützen.

104) S. oben S. 21. fgg.

Schnellpressendruck von C. H. Kunstmann in Erlangen.

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