Full text: Kritische Zeitschrift für Staatsregierung und Gesetzgebung (H. 2 (1817))

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Er erhalt neue Ansichten neue Rechte, neue Pflich-
ten, nähert sich der Selbstständigkeit des Mannes,
und wird in natürlicher und staatsbürgerlicher Bezie-
hung ein andrer. Es ist nächst der Verheirathung
der wichtigste Zeitpunkt im Leben des Mannes, und
diesen bei dem der Oeffentlichkeit angehörenden Jüng-
linge durch eine öffentliche Feier, durch ein Volksfest
mehr als jetzt heraus zu heben, würde für den Staat
von den wichtigsten Folgen fein. Das künftige Ge-
schlecht würde schwerlich Ausnahmen von der Pflicht
der Vaterlandövertheidigung verlangen,'und anstatt
sich deshalb auf alte Privilegien zu stützen, würde es
erröthen, desgleichen, jemals gehabt, und Gebrauch
davon gemacht zu haben.
Doch genug von diesen Gegenstand.
Wir wollen ihn hier nicht erschöpfen, nicht ein-
mal ausführen, sondern nur andeuten im eigentlichen
Verstände- Vielleicht komme» wir r'n ^erHolge dar-
auf zurück. v •
Schon jetzt haben "die Turnübungen außer für
Leibeöbildung rc. einen Vortheil den sie bei weiterer
Ausdehnung in noch höheren Maaße haben werden,
und der sehr beachtet zu werden verdient.
Die Turner-Lehrer und Schüler suchen sich von der
Fremde her wechselseitig auf. Die Berliner zieh» ngch
Pommern, Mecklenburg, Weimar rc. um Menschen
und Anstalten in der Nähe zu sehn; und erhalten
wiederum Besuche von auswärts. Hier in Berlin
versammeln sie sich, aus allen Schulen, aus allen
Ständen, Söhne von Fürsten und Kinder aus den
Waisenhäusern. Wenn die Turnplätze erst allgemei«.

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