Volltext: Zeitschrift für deutsches Recht und deutsche Rechtswissenschaft (Bd. 7 (1842))

3. Ueber die erfrühete Erbfolge

I.

Heber die erfrühete Grbfolge
(8uece88io morti8 esu8s antieipsts)
im Gebiete des deutschen Privatrechts.
Von
Dr. Ehr. Lndrv. Runde,
Oberappellationsgerichtö-Präsidenten und Geheimenrathe in Oldenburg.
Die Jurisprudenz bedarf, wie jede Wissenschaft, zu ihren Sy-
stemen technischer Ausdrücke, und wo ihr die gesetzlichen fehlen, da
schafft sie sich selbst solche. In den neueren Lehrbüchern des rö-
mischen Rechts hat man diese, zur Unterscheidung von den gesetz-
lichen, mit einem Stern bezeichnet, und es möchte gut, wenn auch
nicht so leicht sein, diese Sitte auch in den Lehrbüchern des deutschen
Rechts nachzuahmen. Denn der Unterschied ist sehr wichtig. Nicht
immer sind sie richtig, bedeutend und begrenzend gewählt; oft erin-
nern sie an den Ausspruch des Dichters:
Wo Begriffe fehlen,
da stellt ein Wort zu rechter Zeit sich ein.
Und wenn man dieses Wort denn wieder zu einer Rechtsquelle
macht, so erhält man leicht trübes Wasser, was namentlich im Ge-
biete des deutschen Privatrechts aus solcher Quelle recht oft hervor-
gegangen ist.
Jener Vorwurf ist auch dem Worte gemacht *), mit welchem
dieser Aufsatz überschrieben ist; und da ich zu dessen Gebrauche in
der deutschen Rechtswissenschaft durch meine Rechtslehre von der
Leibzucht oder vom Altentheile auf deutschen Bauergütern (Olden-

l) Von W. H. Puchta über die rechtliche Natur der bäuerlichen Guts-
abtretung überhaupt und mit Altentheilsbestellung besonders.
Gießen 1857.
Zeitschrift f. deutsches Recht. 7. Bd. H. 1. 1

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