Full text: Zeitschrift für deutsches Recht und deutsche Rechtswissenschaft (Bd. 11 (1847))

Oppermann: Deutsches Gerichtsverfahren. 67
Uchte (4476 Ew.), Bruchhansen (8734 Ew.), Nienburg (15,000
Ew.), Westen-Thedinghausen (11,11.5 Ew.) nachsuchte, man auf
ähnliche Resultate stoßen wurde, als ich sie hier mitzutheilen im
Stande bin. Noch ausführlichere Quellen finden sich aber vielleicht in
den Bremischen Marschen, in den Registraturen des königl. Amts Ver-
den, des Gohgerichts Achim, da in Verden namentlich die Acten des
Gohgerichts zu Dörverden, später zu Westen, vorhanden sein müssen.
Die Quellen, aus denen ich schöpfe, reichen leider nur wenige
Jahre über die Zeit hinaus, wo der Stamm der Grafen von Hoya
und Bruchhausen ausstarb, die Niedergrafschaft Hoya an den Her-
zog Wilhelm den Jüngeren zu Lüneburg, die Obergrafschaft an den
Herzog Erich den Jüngeren zu Kalenberg, und Julius zu Wolfen-
büttel fiel, was im I. 1582 geschah.
Zu diesen Quellen gehören hauptsächlich:
1) Des huses hoya clage und gefangen orfeide Register vam
Jahre 1575—1581.
2) Die titellose Fortsetzung und Ergänzung dieses Buches von
1579—1587.
5) Das Erbregister des Hauses Hoya v. I. 1582.
4) Das Erbregister des Hauses und Amts Hoya 1585 er-
richtet.
5) Eine Menge Bände s. g. Gerichtsprotokolle, die von 1582
bis auf unsere Tage herabreichen.
6) Ein gegen Ende des vorigen Jahrhunderts von Amtmann
Pätz gesammelter Band: Beiträge zum Hoyaischen Stadt- und Land-
recht, in welchem sich Auszüge aus verschiedenen Land- und Gohgerichts-
protokollen finden, die leider später aus der Registratur abhanden
gekommen und cassirt sind.
Das Resultat meiner Nachforschungen und Vermuthungen will
ich zuförderst in kurzen Sätzen aussprechen, und mit den nöthigen
Belegen aus den Quellen versehen. Ich habe dabei und bei den
nachfolgenden Urtheilsbriefen zur Erleichterung des Lesens nur hie
und da die Orthographie geändert, dann und wann ein plattdeutsches
Wort, das sich unter die, sonst in hochdeutscher Sprache abgefaßten
Quellen eingeschlichen hatte, übersetzt, sonst aber alle charakteristi-
schen Wendungen des Styls beibehalten.

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