Full text: Zeitschrift für deutsches Recht und deutsche Rechtswissenschaft (Bd. 13 (1852))

10. Die Rechte des Staats an den Eisenbahnen

VIII.

Die Rechte des Staats an den Gisenbahnen
von
N e y s ch e r.

Die Eisenbahnen, obgleich sie eine eigene umfassende (das
Technische und die Verwaltung betreffende) Litteratur haben, sind
bis jetzt hauptsächlich nur in soferne Gegenstand juristischer Untersu-
chung und Casuistik geworden, als in der unbeschränkten Beförde-
rung von Personen und Gütern auf denselben ein Eingriff in daS
gesetzlich anerkannte Postmonopol gefunden wurde und als hinwieder
die Poftverwaltung auf jenes neue Transportmittel Anspruch für
ihre postalischen Versendungen machte.
Bei den hierdurch entstandenen Streitfragen, welche meines
Wissens überall durch Vergleich ihre Lösung erhielten, ward die
Eisenbahn nicht um ihrer selbst willen, sondern lediglich im Ver-
hältnisse zu der altberechtigten Anstalt der Posten in Betracht ge-
zogen Welcher rechtliche Charakter der neuen Verkehrs-Anstalt

1) Fr. Schar ff, die Ansprüche und Rechte der fürstlich Thurn« und
Taris'schen Post gegenüber den Eisenbahn»Unternehmungen, mit
besonderer Berückflchtigung der Taunus-Eisenbahn. Frankfurt a/M.
1840. K. Stängel, das deutsche Postwesen, in geschichtlicher
und rechtlicher Beziehung, nebst Erörterungen über das Postrecht
Württembergs und das rechtliche Berhältniß der Post zu Eisen-
bahnen. Stuttgart 1844. Von Taxis'scher Seite erschieu: Ueber
das Berhältniß der Thuru- und Taxisschen Postverwaltung zu den
Eisenbahnen (als Manuftript gedruckt) Frankfurt a/M. 1845.
Wogegen wieder: Die Post und die Eiseubahnen im Königreich
Württemberg. Stuttgart 1845.

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