Full text: Themis <Göttingen> (N.F. Bd. 1, H. 2 (1840))

410 XII. CrfoerS, fi&er bte: Actio in factum civilis
•; aliis heredibus institutis petiisset a filiis, vir«
dotem restitui, totum viro'fideicommissum do-
tis deberi, si Falcidiae ratio non intervenerit,
ideoque retentionem dotis virum habere placuit}
alioquin Falcidiae partem " heredibus ,a " filiis ex
stipulatu cum viro agentibus ex dote esse per in
factum actionem reddendam. . . ,
Eine Ehefrau hat ihre, in den Händen des Ehemannes be-
findliche Dos in der Art Murtis causa ihren unehelichen Söh-
nen geschenkt, daß diese vom Ehemann die dereinstige Rück-
gabe, der mütterlichen Dos sich stipuliren lassen dursten. In
ihrem Testamente, in welchem sie dritte Personen zu Erben
cinsetzt, bittet sie ihre Söhne, die Dos dem Ehemanne zu
restituiren. In Folge dessen erwirbt dieser aus dem Fidei-
commiß eine Fxceptio retentionis gegen die Actio ex sti-
pulatu ber Söhne. Wie nun aber, wenn bie Quarta Fal-
cidia verletzt ist, und alle honon'rten, auch die Mortis
causa beschenkten, sich einen Abzug gefallen lassen müssen?
An sich würde die DotalForderung der verstorbenen Ehefrau
auf die Erben übergehen. Indem diese jedoch die keineswegrs
tviderrufene Mortis causa donatio anzuerkennen haben, über-
tragen sie gleichsam ihre DotalAnsprüche gegen den Ehemann
den Söhnen; allein mit dem Vorbehalt der entsprechenden
Rückzahlung aus der Dos, wenn eine Verletzung der Quarta
Falcidia solches verlangen sollte. Da das Fideieommiß zu
Gunsten des Ehemannes nur den Söhnen aufgelegt ist, so
haben die Erben wegen ihrer Ansprüche aus der Falcidia mit
Ersterem nichts zu thun, sondern nur- mit den zunächst be-
dachten Söhnen, von denen sie daher durch eine in factum
actio die verhältnißmäßige Rückzahlung der Dos verlangen;
es ihnen überlassend, durch die ihnen zustehende Actio ex
stipulatu den Ehemann zur Auszahlung dieses Antheiles der
Dos zu nöthigen, indem in Betreff dessen demselben keine
Fxceptio retentionis zur Seite steht-, da auch der entferntere

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