Full text: Themis <Göttingen> (Bd. 1 (1828))

74 IV. Elvers/ über die Begründung
theiliger der fortdauernde Widerspruch zwischen Theo-
rie und Praxis hier sich auswcisen muß; desto noth-
wendiger wird es, auf eine acht wissenschaftliche, und
daher auf eine theoretisch-praktische Weise die endliche
Ausgleichung desselben zu versuchen. Zu dem Ende
scheint es zweckmäßig zu fragen: was schon aus den
allgemeinen Ration«« juris naturalis im Römischen
Rechte für den Nothweg hervorgeht; wie die einzel-
nen denselben berührenden.Stellen zur nähern Begrün-
dung und Ausbildung der so gefundenen Lehre führen
können; wie diese theils von der Praxis, theils von
der Theorie des neuern Europas anerkannt worden
ist, und endlich, wie auch einzelne vorkommende
Fälle benutzt werden können, um nach Vorgang der
großen Römischen Juristen solche Theorien weiter
auszubilden und im steten Einklang mit dem Leben
und der Praxis zu erhalten?
, . I. :
Es gehört zu den strengen, aber doch natürli-
chen Rechtendie in der Freiheit des Eigenthums,
sowie der Person begründet sind, daß keiner, weder
auf seinem freien Grund und Boden einen andern
wider seinen Willen zu dulden braucht; noch unter
irgend esnem allgemeinen Vorgeben, z. B. durch ein
bloßes Reden von Billigkeit, Menschenfreundlichkeit
und'dergl. genöthigt werden kann, von diesem seinem
strengen Rechte abzuweichen und deshalb Versprechun-
gen zu leisten, Verträge einzugehen u. s. f. Auch
die Römischen Juristen erkannten dieses vollkommen
an, und behandelten bekanntlich die Verletzung sol-

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