Full text: Themis <Göttingen> (Bd. 1 (1828))

- aus dem Eintritt in eine HandluiigöFirma. 71

einer in ihr vorgefalleneN Veränderung auch nicht zur
Annahme von Zahlungen berechtigt, wogegen aber
die tägliche Erfahrung streitet. — Mit jener Be-
schränkung erkennt die Verpflichtung des Neu-Eintre-
tenden auch an die Hamburger Falliten - Ord-
nung , Art. 64;, §• 1 2. , und indirect die
Frankfurter Wechselordnung- Art. 5 u. 7.;
sowie von Rechtsgelehrten auch Sch edel (Handbuch
der kaufmänn. Jurisprudenz, S. 109, §. 35.), und
Treitschke (Lehre von der Erwerbsgesellschaft, tz.
62.). , Die Bestimmungen des Französischen Code, de
commerce (I, 3, §. 21.) über die Aenderungcn
der Firma mit jedenr neuen Eintritt führen jedoch zu
einem andern Grundsätze. [ Eine solche gewaltsame
Zerstörung der Formen des Verkehrs läßt sich aber
bei dem Interesse, welches die kaufmännische Welt
an der Erhaltung einer rühmlich bekannten Firma
nimmt, und das nicht bloß pecuniär ist, sondern
auch auf einem lobenswürdigen, und zur größern
Vorsicht und Solidität in Geschäften führenden Ehr-
gefühle beruht, nicht rechtfertigen.
Als Beilage findet sich ein Parere der Frank-
furter Handelskammer, vom 23. Növ. 1824.
Nach diesem haftet der in die Gesellschaft Ncu-Ein-
gctretene für alle auf dieser Handlung ruhenden Ver-
bindlichkeiten mit; indem vorausgesetzt werde, daß
er entweder vorher mit solchen bekannt war, oder
sich davon hätte Kenntniß verschaffen sollen; weshalb
alle ohne Unterschied als Fortsetzer der Handlung oder
als Liquidanten solidarisch für die fragliche auf der
Handlung bestandene Gewährleistung verbindlich sind.

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