Full text: Themis <Göttingen> (Bd. 1 (1828))

44 - / II. Elvers, über die Verweigerung
ihr ewiges Seelenheil aufs'Spiel setzt; lehrt Ihr,
daß zwischen dem katholischen und protestantischen
Glauben kein wesentlicher Unterschied sey, daß alle
Eure FundamentalLehren sich auch bei uns finden,
und daß dasjenige, was wir noch besonders lehren,
nicht als seelengefährlich angesehen werden könne.
Deshalb wird auch der Uebergang namentlich von der
Lutherischen zur katholischen Kirche nicht, als ein die
Seligkeit gefährdender Schritt angesehen, was' das
berühmte Gutachten der Helmstädter theologi-
schen Fircultät, beweist, wie schon sein Titel zur
Genüge zu erkennen gibt : Declaratio Helmstadien-
sium ;TheoIogörum de discrimine exi di Luthera-
nam inter et Romanam ecclesiam transituque'
ad Romanos ritus non illicito. Also kann nament-
lich die Lutherische Kirche hier nicht von einer uner-
laubten Verhandlung redenda sie unmöglich es je-
mandem verargen kann, -daß er sicherer zu gehen
glaubt, wenn er, sey es für sich selbst, oder für seine'
Kinder, sich an eine Kirche wendet, die im Wesent-
lichen mit der seinigeN übereinstimmt, außerdem aber
auch noch einiges andere lehrt, daß er. auf jeden
Fall ohne'Seelengesahr annehmen kann, von dessen
Annahme aber nach dem uralten Glauben des größten
Theiles der Christenheit die ewige Seligkeit abhängt."
Hierauf haben wir zu erwiedern: „Sprecht
Ihr von dem, was die Lutherische Kirche als solche
von Euch hält, so habt Ihr Euch sehr verrechnet.
Sie hat noch immer ihren alten steifen Sinn, und,
.wenn Ihr wollt, ihre alte Grobheit und Intoleranz,
die aber von Eurem Hochmuth .noch fortwährend über-

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