Full text: Themis <Göttingen> (Bd. 1 (1828))

242 X. Elverö, .über die zngcsicherte
Allein die Auctorität jener vier Facultäten war zu
überwiegend, als daß jetzt noch ein gemeiner G<irichts-
gebrauch gegen den Nachdruck > sich entschieden bilden
und fcstsetzen konnte. Die Möglichkeit jener Abwei-
sung abe^on der seitherigen gemeinen Meinung
lag besonders in dem Mangel einer gehörigen wissen-
schaftlichen Begründung der Rechte gegen den Nach-
druck, indem man sich im Grunde bloß auf das all-
gemeine Rechtsgefühl und die augenscheinliche Billig-
keit bezogen hatte, im klebrigen aber nur ganz allge-
mein von Eigenthum und Diebstahl, und widerrecht-
licher Bereicherung zum Nachtheile eines Dritten ge-
sprochen hatte, ohne alles dieses irgend weiter zu be-
gründen. Fehlte es nun aber den Gegn'ern des
Nachdruckes an der nöthigen Wissenschaftlichkeit, so'
nicht minder den Bertheidigern desselben. Daher ist
auch in der Begründung der behaupteten Freiheit
des Nachdruckes namentlich nicht die mindeste Ucber-
eknstimmung zwischen jenen Facultäten sichtbar, so
wie auch augenscheinlich das Eigenthümliche des vor-
liegenden Falles auf die Entschließung aller den ent-'
schicdensten Einfluß gehabt hat. — Wir heben aus
dieser ersten, in ihren Folgen noch jetzt fühlbaren
öffentlichen Bertheidigung des Nachdruckes das Wich-
tigste aus. Im Jenaischen Gutachten heißt es
u. a.: Privatpersonen, welche, ohne Privilegien er-
halten zu haben, . andern den Nachdruck untersagen
wollten, nähmen auf rechtswidrige Weise ein Mono-
pol in Anspruch, welches die hohen Potentaten um
so weniger zulassen könnten, ' als dadurch ihre Privi-
legien und Monopole, die ihnen merkliche Summen

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