Full text: Themis <Göttingen> (Bd. 1 (1828))

Pseudo - Claurcnfche ProccßSache. 187
derer Seits auch aus dem von dem Nee. behaupteten
späteren Verkauf des Buchs nach erfolgtem Wider-
spruch des GeheimenHofraths Heun zu demselben an-
gcsetzten Preis, nicht für den Nec. gefolgert werden
dürfe, weil die über die angebliche Autorschaft des
bekannten Clauren und die Tendenz des Buchs als
Satyre oder Verhöhnung, in literarischen Blättern
erschienenen mannigfachen Aeusscrungen es dann zu
einem Gegenstand der Neugierde gemacht hatten,
welche dasselbe sonst nicht erregt hätte. '
Neben dieser nicht wohl zu hebenden Ungewiß-
heit über die Existenz einer wirklichen Beschädigung
kommt sodann in formeller Hinsicht zu betrachten,
daß das Bewußtseyn einer betrüglichen Unternehmung,
oder die Absicht des Nec., mittelst einer für rechtswi-
drig erkannten Täuschung einen unerlaubten Gewinn
zum Nachtheil der Abnehmer/des Buchs zu erzielen,
gegen dessen standhaften Widerspruch, derzeit um so
weniger rechtsgenügend ' für erwiesen angenommen
werden kann, als die angeführten Beispiele von
straflos gebliebenen ähnlichen Unternehmungen in an-
' dern Landern, wenn diese gleich nicht als Autorität
für- die diesseitige Beurtheilung gelten können, zum
Theil auch (wie namenttich der Roman Walladmor,
nach dem Englischen des Walter Scott) nicht gleicher
Art mit dem vorliegenden waren, doch immer dazu
dienen konnten, den Rec. hinsichtlich der Strafbarkeit
einer solchen Speculation in einen. Jrrthum zu ver-
setzen , jedenfalls den Glauben in ihm zu erregen,
daß seine Unternehmung nicht unter den Begriff des
angeschuldigten Vergehens falle. -

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