Full text: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte / Kanonistische Abteilung (2 (1912))

ISO

Walther v. Hörmann,

sich schon daraus genügende Grundlage zu vielfacher Text-
verwandtschaft.
Das p. Remense weist aber eine große Zahl von Sätzen
auf, die es allein mit dem p. Marten, gemeinsam hat, oder
bringt öfters Judizien in der dem p. Mart, eigentümlichen
Version:

p. Mart. p. Rem.
38 (Gr.) = V 63 (gleiche Version)
49, 4 = IX 11
5, 6 = IX 1, 2 (gleiche Version)
50, 13 — IV 29
51,17 — V 36
52, 4 = VI 17 al. 1 de alio poen.
6 — VI 3 al. 1 de alio poen. ut supra
55, 1 — III 38 (gleiche Version)
3 — III 11
4 — III 12 de alio poen.
5 — III 13
c. 56, 7 — III 9
c. 59, 1 f. XIV 1 f. aus E. Cumm. mit Rubrik des Mart.

Da die Abfassung des p. Remense mit Rücksicht auf
die zusätzliche Bestimmung in IV 42 wohl nicht nach Mitte
des 9. Jahrhunderts angesetzt werden kann1), ergibt sich
damit ein wichtiger Rückschluß auf die Entstehungszeit des
p. Martenianum.
Bezüglich des p. Ps. Theodori konnte ich keinen sicheren
Anhaltspunkt dafür gewinnen, daß irgendwie demselben das p.
Martenianum als Vorlage gedient habe, geschweige denn
jenes von diesem benutzt worden sei. DJe vielen Textüber-
einstimmungen lassen sich vor allem durch die reiche Be-
nutzung des E. Bedae und E. Egbert! in diesem Bußbuch
erklären, die schon Wasserschieben2) festgestellt hat. Da
auch. das theodprische Bußbuch sowie der E. Cummeani, so-
wrie eines Her fränkisch-kanonischen Pönitentialien in diesem
reichhaltigen Werke benutzt und verarbeitet erscheinen, er-
geben sich außerdem vielfache textliche Übereinstimmungen,

*) Schmitz II 594. — *) Bußordnungen 8. 88.

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