Full text: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte / Kanonistische Abteilung (5 (1915))

9.15. Sohm, W., Territorium und Reformation in der hessischen Geschichte 1526-1555

534

Literatur.

entsprechend der Reihenfolge der Originaleinträge wiedergegeben, im
übrigen aber das Material nach anderen Gesichtspunkten geordnet.
Beachtenswert ist, daß die geschichtlich wichtigeren Eintragungen
vorangestellt sind. Über die Bedeutung des hochinteressanten Stoffes
brauchen wir uns hier nicht mehr auszusprechen. Der Verfasser hat
die gleiche Sorgfalt und Mühe auch auf diesen Band angewandt; man
vergleiche nur die 112 Seiten umfassenden Inhalts- und Beamtenver-
zeichnisse. Der von mir in Bearbeitung genommene 4. Band der Vat.
Quellen wird die Einnahmen unter Benedikt XII. enthalten und dem-
nächst in Druck gehen.
Freiburg i. Br. E. Göller.

Walter Sohin, Territorium und Reformation in der hessi-
schen Geschichte 1526—1555. Urkundliche Quellen zur
hessischen Reformationsgeschichte, Einleitung (a. u. d. T.:
Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen
und Waldeck XI, 1). Marburg, N. G. Eiwert (G. Braun)
1915. XXVIII, 186 S.
Als Einleitungsband zu einer von der historischen Kommission
für Hessen und Waldeck ins Leben gerufenen großangelegten Publikation:
„Urkundliche Quellen zur hessischen Reformationsgeschichte“ veröffent-
licht Rudolf Sohm in Leipzig aus dem Nachlaß seines Sohnes — der
Verfasser selbst erlag zu Beginn des Weltkrieges noch während des
Ausmarsches einem beklagenswerten Unglücksfall — die hier anzu-
zeigende Studie, eine Marburger Habilitationsschrift. Der Verfasser,
ein Schüler Fr. Meineckes, dem auch die Arbeit gewidmet ist, ist
in reformationsgeschichtlichen und geisteswissenschaftlichen Kreisen
rühmlichst bekannt durch sein gehaltvolles Buch über „Die Schule
Johann Sturms“: dieselben Vorzüge von Forschung und Darstellung,
von gedrungenem Stil und straffster Zusammenfassung der Gedanken
bei vollkommenster Beherrschung des Stoffes treten uns auch bei dieser
Arbeit wieder entgegen und lassen, ganz abgesehen von aller persönlichen
Tragik, auch im Interesse der Wissenschaft das herbe Schicksal aufs
tiefste beklagen, das, wie später so viele hoffnungsvolle Jünglinge und
Männer, diesen reichbegabten Historiker seiner noch viel Schönes ver-
sprechenden wissenschaftlichen Tätigkeit zu früh entrissen hat. —
Bei den Vorbedingungen für die Einführung der Reformation in
Hessen verweilt der Verfasser fast gar nicht. Gedrucktes Material liegt
darüber kaum vor, und da auch über diesen Gegenstand eine urkundliche
Veröffentlichung in Vorbereitung ist, würde das Wenige, was wir heute
schon darüber sagen könnten, doch bald wissenschaftlich überholt sein.
So viel nur deutet der Verfasser ganz kurz an, daß bereits im vorrefor-
matorischen Hessen Ansätze zu einer Zusammenfassung der führenden

Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer