Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 12 (1847))

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2) nicht ex pacto et providentia majorum, als
Nachfolger des ersten Erwerbers, sondern nur alS
Erben ihres Vaters in das Lehn succediren, und
3) Verfügungen des Vaters über das Lehn in der Re»
gel nicht anfechteu können.
vergl. Karl Scholtz, das jetzt bestehende Provi'n-
zialrecht. der Kurmark Brandenburg. Berlin 1834
Band 1 S. 229.
Götze dagegen führt aus:
-/daß '-das kurmärkische Provknzkalrecht für die Ent-
scheidung jener Frage überhaupt eine vom gemeinen
Rechte abweichende Vorschrift nicht enthalte, gemein-
rechtlich aber der Grundsatz:
„die Nachfolge der Söhne in daS Lehn alS eine
successio ex pacto et providentia majorum
zu betrachten"
zur Zeit des Landtagsrecesses vom 26. Juli 1653,
alS speziellen Gesetzes, unstreitig gewesen, und auch
in der Praxis nie weiter gegangen sti, als bis zur
Ausführung der beiden Sätze:
daß der Sohn die Schulden seines VaterS unbe-
dingt bezahlen, und mit dem Lehn zugleich die
Aüodialerbschaft des Vaters annehmen müsse,
vergl. A. M. Götze, daS Provinzialrecht der
Altmark:c. 1836 S. 197. ff.
Das Kammergerkcht hat nach seinem Berichte vom
12. Mai 1833, abgedruckt kn den juristischen Jahr-
büchern, Hft. 83 S. 89 ff., anscheinend früher den
Grundsatz festgehalten:

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