Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 12 (1847))

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1) die in dem mütterlichen Testamente über das
Ackergut N. zu Gunsten des Mitverklagtett Johann
Hausmann getroffene Disposition als ungültig
aufzuheben, dasselbe vielmehr für rin unter den
Partheien gemeinschaftliches Eigenthum,' und dem-
gemäß jeden der Kläger zu % daran für bethei-
ligt zu erklären,
2) den Johann Hausmann zugleich zur Vorlegung
eines eidlich zu manifestirenden Inventars über, den
Nachlaß der verstorbenen Mutter für schuldig zu
erkennen«
Johann Hausmann bestritt den Anspruch der
Kläger und trug, falls der Klage gemäß erkannt wer-
den möchte, reconvernenüo darauf an;
die Kläger, wie solches das mütterliche Testament für
den Fall der Anfechtung bestimme, zu seinen Gunsten
auf den Pflichttheil zu beschränken.
Die übrigen Verklagten waren der Ansicht- dass die
Klage nur gegen Johann Hausmann, als Besitzer
des mütterlichen Nachlasses, nicht aber gegen.sie habe
.gerichtet werden dürfen. Das Land- und Stadtgericht
zu Duisburg war derselben Meinung, wies deshalb die
Klage in angebrachter Art - ah und erkannte -übrigens
über die nut eventuell angebrachte NekonventioU nkcht.
Gegen'diese Entscheidung legten die Kläger Appel-
lation ein und trugen dahin an, pro petito libelli
zu erkennen. Die Verklagten dagegen bctuhigten sich'
bei dem ersten Erkenntnisse und erneuerten ihren Rckon«
ventionsantrag nicht.

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