Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 12 (1847))

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nach der Art und Weise, wie di« §§. 23. ff. cit. und
der S 32. cit. an dem angeführte» Orte neben ein»
ander gestellt sind, nicht wohl zweifelhaft sein kann, daß
in Fällen, in welchen eS nach den §§. 23. ff. cit. auf
die Gesetze des Wohnortes ankommen soll, unbedingt
diese und nicht die Gesetze der brlegenen Sache zur An,
wendnng kommen müssen, so müßte es zweckmäßig erschei,
nen, zunächst näher zu prüfen, ob nickt in dem vorlie,
genden Falle in Gemäßheit der §§ 23. ff. cit der
sragl. Beziehung nach den Gesetzen des Wohnortes zu
entscheiden. Dieses läßt sich nun meines Erachtens
nicht annehmen, indem sich m. E. gesetzliche Bestimmun,
gen über die rechtlichen Verhältnisse zwischen Eltern und
Kindern nicht als Bestimmungen in Bezug auf die in
den §§. 23. ff. cit. gedachten persönlichen Eigenschaf-
ten und Befugnisse ansehen lassen.
Eine nähere Prüfung dieser §§. muß «äwlich m.
E. zunächst ergeben, daß darin nur an solche Eigen-
schaften und Befugnisse, Rechte und Derbindlichkeiten
gedacht worden, welche mit einer Person in Verbindung
gedacht werden können, ohne daß diese Personen in einem
besonder» Rechtsverhältnisse zu einer andern Person zu
stehen brauchen. Den» es weist zuerst der ganze Inhalt
dieser §§. darauf hin, daß bei der Abfassung derselben
an ein besonderes Nechtsverhälmiß als Träger der fragl.
Eigenschaften und Befugnisse, Rechte und Verbindlichkei-
ten gar nicht gedacht ist, und kommt hierbei insbeson-
dere in Pmacht, daß in demselben ausdrücklich bestimmt
ist, daß diese Eigenschaften und Befugnisse, Rechte und
Verbindlichkeiten durch Veränderung des Wohnsitzes,

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