Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 9 (1844))

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Der Landwirth Uebelgünnc klagte gegen die Ge-
werkschaften der Sttinkohlenzechen Vereinigte Alten»
dorfer Erbstollen u. Große Varstbank und Mühl»
heimer-Glück auf Schadensersatz wegen Wasserentzie,
hung durch ihren Grubenbau. In erster Instanz wies
das Berggericht die Klage gegen die Gewerkschaft von
„Mühlheimer - Glück" ab, erkannte gegen die andere Gewerk-
schaft über die Dauer desWassermangels auf einen nvthwendi-
gen Eid für denKläger und sprach für den Fall der Ablei-
stung ihm pro Tag eine Entschädigung von 7 Sgr.
auch für die Folgezeit zu.
Beide Thcile appellirten: Klager wegen der Abwei-
sung gegen „Mühlheimer-Glück", die kondemnirte Ge,
werkschaft unter andern auch deshalb, weil die Entschä-
digung pro foturo festgesetzt sei.
Der Appellationsrichter reformirte daS erste Urtheil
bezüglich beider Beschwerden, wies die Quantitative Er-
mittelung des Schadens pro futuro zum Separat-
verfahren und erkanntes gegen die Ewerkschaft von „Mühl-
heimer - Glück", daß dieselbe verbunden:
„mit der Gewerkschaft von „Altendorfer Erb-
stollen" rc., den Kläger nach der für diese bestimmten
Regel (die im Uebrigen bestätigt ward) zn entschä-
digen."
Gegen dieses Urtheil wurden von allen drei Inter-
essentcn Rechtsmittel eingelegt. Dom Kläger die Revi-
sion wegen der Verweisung sä separatum, von den
beiden Gewerkschaften die Nichtigkeitsbeschwerde. Kläger
nahm indessen die Revision zurück, worauf das Tribu-
nal in seinem Endurtheile die Nichtigkeitsbeschwerde der
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