Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 9 (1844))

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indem im §. 241. Tit- II. der Hypoth. * Ordn. be,
stimmt ist:
„Ter Inhaber eines ingrossirten Instrumentes ist, so
lange die Post im Hypothekenbuche auf seinen Na-
men eingetragen steht, zu allen damit vorzunchmen-
den Dispositionen befugt:" Vergl. hiermit A. G. O.
Thl. I. Tit. 50. §. 161.
Wie nun dieser Vorschrift gemäß es keiner Bekannt-
machung der Cessio» an den-Schuldner bedarf, um ihm
jede gültige Einlassung mit dem Cedenten abzuschneiden,
§§. 210 bis 212, 916 I. c., wie ferner der Gläubi-
ger zur Empfangnahme der Zahlung oder zur Cession
sich beim Verlust des- Dokumentes nicht durch einen
einfachen Mortifikationsschein, sondern nur durch gericht-
liche Amortisation und Präklusion der unbekannten In-
haber legitimiren kann, §§. 273, 283 I. c., so folgt
daraus auch mit Nothwenvigkeit, daß unter mehreren
Ceffionarien derjenige den Vorzug hat, welchem das
Dokument zugleich neben der Cession ausgehändigt wor-
den, vorausgesetzt, daß er die frühere Cession nicht
kannte und nicht kennen mußte, weil dieselbe etwa pro-
testatl'visch im Hypothekenbuch vermerkt worden. Denn
w Bezug auf den Schuldner erscheint er als der all-
einig legitimirte Empfänger, und dem früher« Cessionar
Legrnübsr kann er sich darauf berufen, daß sein Auktor
eingetragener Gläubiger, oder Nachfolger desselben
dstrch- dm Besitz des Instrumentes zu allen Dispositio-
nen msr demselben legitimirt geblieben.

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