Volltext: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 10 (1845))

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lenti non currit praescriptio derjenigen Meinung
der Vorzug zu geben ist, wornach die Verjährung an»
fängt mit dem abgeschlossenen Darlehn, jedoch bei be-
dungener Kündigungsfrist die Dauer dieser Frist hinzu-
zusetzen ist.
Diese Frage scheint bejaht werden zu müssen.
Denn wenn auch nach römischem Recht nur ein
rechtliches Hindcrniß zu klagen den Anfang oder den
Ablauf der Verjährung hemmt (const. 30. C. de jure
dot. 5 12. — Const. 1 § 2. C. de ann. ex-
cept. 7. 40 — Const. 22. §. 11. C. de jure
delib. 6. 30. — §. 29. Inst, de rer. div. 2. 1.),
wogegen' natürliche oder faktische Hindernisse nur einen
Anspruch auf Restitution gegen die abgelaufene Verjäh-
rung begründen konnten (kr. t. §. 1. D. ex quib.
caus. maj. 4. 6. — fr. 1. §. 9. D. de itin, act.
priv 43. 19 ), welche nach Const. 3. C- de praes.
XXX vel XL ann, 7. 39 bei der 30jährigcn Ver-
jährung überhaupt nicht mehr stattfindet (v.'Sa vigny
III. S. 442); so muß man doch wegen C. 10. 15.
16. X. de praes. 2 26. allerdings die Allgemein-
gültigkeit jener Regel nach heutigem Recht behaupten *),
wornach nicht mir während der bedungenen Kündkgungs-
*) Mühlenbruch, welcher dies (§. 123) verneint, scheint
nach Note 5 das restitui in c. 10. cit. auf eine Re-
stitution zu beziehen, allein offenbar bezieht eS sich auf
den Gegenstand des StreitS — decimas et obla-
tiones cum aliis obventionibus memoratae ma-
trici ecclesiae (praescriptione hostilitatis tempore
non currente) restitui faciatis.

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