Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 5 (1838))

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2) In der Sache selbst, Kläger mit dem Anträge:
den Anspruch des Verklagten, als Besitzer des Klo»
sterguts Kentrop, de» unweit Hamm bclegrncn
großen Exerzierplatz, mit Schaafen zu behüten, für
widerrechtlich und unstatthaft zu erklären, ab,
' zuwciscn und demgemäß auch die Kosten' dieses
Prozesses, wovon indessen die gerichtlichen niederge-
schlagen werden, dem klagenden FiscnS aufzuttlegen.
Von Rechts wegen.
Gründe: ■
In» Fahre 1835 vergrößerte der MilitakrfiscuS den
in hiesiger Ostenfeldmark gelegenen großen Exerzierplatz
durch Ankauf von etwa 50 Morgen daran gränzcudcn
Ländereien und verpachtete dem Schenkwkrth Hoppe die
Schaafhudegerechtigkeit auf demselben kn so weit, als der
Militairdicnst die Ausübung 'dieser Gerechtsame gestatte.
Als floppe seine Schaafe zu diese« Distrikte über den
großen Ererzkerplatz trieb, wurde er diesrrhalb von dem
Hauptma'nn Dorster -gerichtlich in Anspruch genommen,
weil ihm als Besitzer des früher« Klosters Kentrop die
Schaafhudegerechtigkeit auf dem Ererrierplatze zustehe,
und er demgemäß keine fremden Schaafe auf demselben
zü dulden brauche. • ' •
Der MilitairfiSeus nimmt hieraus als angeblicher
Eigenrhümer dev Ererzkerpläßes Veranlassung, 'gegen den
Hauptmann Vorst er mit einer Negatorienklage aufzu,
treten, i:rdcm er vke-Efistenz dieser Gerechtigkeit'durchaus
bestreitet und verlangt, daß Verklagter dieselbe entweder
Nachweise, oder- der behauptete Anspruch für unstatthaft
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