Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 5 (1838))

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die Auseinandersetzung zwischen beiden Theilcn, jedoch
mit der Maaßgabe zu bewirken, daß das Möllmanns
Gut selbst, so lauge die gutöherrlichcn Lasten nicht
abgelöst werden, nur ungetheilt von Einem übernom-
men werde und zwar unter Verurteilung des Verklagten
in die Kosten.
Don Rechts wegen.
Gründe.
Johann Hermann Möllmann, ältester Sohn der
Eheleute Heinrich Möllmann, verstarb am 23. August
1814 kinderlos. La sein Vater als Anerbe des Hofes,
am 2. August 1808, und mithin unter Herrschaft der
vorfremdherrlichcn Gesetzgebung verstorben war, so (be-
haupten Kläger) sey durch den Tod des Vaters dft
Successton, in das zur Kommende Welheim gewinn-
pflichtige Möllmanns Gut für den Johann Hermann
eröffnet gewesen, das Gut mithin in Gemäßheit des fran-
zösischen Gcsetzgbuchs, bei dem am 23. August 1814
erfolgten Abstcrben des letztere», zu '/4 auf die über-
lebende Mutter und zu % auf die überlebenden 3 Ge-
schwister vererbt. Da von den letzter» der Theodor, am
13. April 1829 gleichfalls kinderlos verstorben sey, so
habe in Gemäßheit des Allgemeinen Landrechts die Mutter
dessen Erbthcil ererbt, und sey mithin Eigenthümerin des
Möllmanns Guts zur Hälfte geworden. Diese Hälfte
sey durch ihr am 7. März 1834 erfolgtes Abstcrben,
auf ihre vorgedachten beiden Kinder vererbt, und so sey
von letzteren ein jedes zur Hälfte an dein Möllmanns
Gute betheilkgt.

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