Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 5 (1838))

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Schuld sich auf eine unbewegliche Sache bezieht, oder
'nicht, sie auch von dem Erben in dem nämlichen Der,
hältnisse, wie er unbewegliche oder bewegliche Sachen erbt,
bezahlt werden muß. Tiefe Ansicht beleuchtet sich gegen,
sätzlich ganz klar, wenn man den Fall setzt, daß das
ganze in der Klage bezeichnete unbewegliche Vermögen
der Erblasserin ausschließlich als ein Erbgut anerfallen
wäre und der ursprüngliche Erwerbpreis sogar noch ganz
rückstände; in diesem Falle würde nach der gegenseitigen
Ansicht die auffallende Erscheinung hcrvortrcten, daß die
Oberappellanten das ganze unbewegliche Vermögen frei
erhalten würden, und die Oberappcllaten als Nachfolger
des Mobilar,Erben Gerhard Köhler den ganzen rück,
ständigen Preis, mit andern Worten, der Nichtkäufcr für
den Käufer den Kaufpreis zahlen müßte.
Wenn also der Königl. Justiz-Senat die Oberappel,
lantcn zur Ablegung der Hälfte der fraglichen Schuld
verbunden erklärt hat, weil sie die Hälfte des erworbenen
unbeweglichen Vermögens erben, so hat er den bestehenden
Gesetzen ganz gemäß gesprochen, und zerfällt daher auch
die zweite Beschwerde - als ungegründet.

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