Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 2 (1836))

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dcs superstes stattgefundcne Abfindung vereitelt
würde.
Nur insofern also, als ein abgefundenes Kind
mit andern, ihm gesetzlich gleichgestellten und durch
seinen Ausfall, in dem Erblasse der Descentenden
berufenen Erben in Concurrenr tritt, kann es noch
auf den Nachlaß dcs.vorverstyrbenen parens An»
fprnch machen. - ,
Stirbt der überlebende Ehegatte nun aber eben»
falls, so beerbt , ihn das abgcfundene Kind ebenso,
als wenn gar keine Äbchrdung,-.geschehen wäre,
A. L. R. II.' 2. §. 375.
Ließ folgt natürlich aus dem beiderseitigen Ver-
wandtschaftsverhaltnisse, und der Titel, woher, der '
superstes sein Vermögen erhalten hat, ist dabei
gleichgültig. Ist der superstes zur ferneren Ehe
geschritten, so hindert auch dicß nichts, sondern
Vor- nnd Nachkinder, thcklen sich in seinen Nachlaß,
.wenn auch in der zweiten Ehe wieder Gütergemein-
schaft bestanden hätte, zu gleichen Theilen.' Dieser
.Grundsatz ist, wiewohl er lange bestritten war, auch
in der Cleve-Markischen Gütergemeinschaft gesetzlich
sanktionkrt. 'V ,
.; . Edikt vom 1. 'Septbr. 1720 (Scotti Th. U.
.. S. 956. Nr. 864.) von Rönne, die all-
gemeine eheliche Gütergemeinschaft in Cleve
und Mark, S. 19. .

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