Volltext: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 2 (1836))

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und dem Gewerbe ihrer Eltern zu bleiben, noch
sie verhindern, sich außerhalb des Bauernguts
niederzulassen, und ihm steht eben so wenig
dasRecht zu, unter mehrerenMiterben
den Annehmer einer bäuerlichen Stelle
zu bestimmen."
2) »Fällt bei einer Vererbung das Gut an mehrere
Erben, so kann der Gutsherr verlangen, daß die-
selben Einen aus ihrer Mitte bestimmen, welcher
das Gut zu übernehmen hat."
3) "Das Hekmfallsrecht dauert in allen Fällen, in
welchen es vor Bekanntmachung der fremden Ge-
setze bestand, auch fernerhin fort. So lange ein
solches Heimfallsrecht unabgelöset besteht, wird
das demselben unterworfene Grundstück nach den-
selben Grundsätzen vererbt, welche daselbst vor
Einführung der fremden Gesetze bestanden."
Tie letzte Bestimmung ist ein Gegenstand des Haders
unter den Parthcien und deö Streites kn den Gerichts-
höfen geworden. Geht man von der wörtlichen Auf-
fassung aus, so kann darüber kein Zweifel obwalten, daß
bei der Succession der alte orclo succedendi wieder
hergestellt sey; diese Ansicht hat von je her ihrm Ver-
theidkger gefunden in l)r. Wigand und das Ober-

2) Vergleiche Provinzialrechte der Fürstenthümer Paderborn
und Corvei Bd. II. S. 455 folg. Provinzialrecht von
Minden L S. 194 — 202. S. 360—361. Der Herr
Verfasser konnte in einem Nachtrage S. 421. den Sieg
seiner Ansicht verkünden.

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