Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 2 (1836))

36. Die von den Vormündern Namens ihrer Pflegbefohlenen abgegebenen Willenserklärungen und geschlossenen Verträge sind auch ohne obervormundschaftliche Bestätigung gültig, wenn die Gesetze diese nicht ausdrücklich zur Gültigkeit des Geschäfts vorschreiben : Abhandlung nebst Rechtsfall

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XXVII.
Die von den Vormündern Namen- ihrer
Pflegbefohlenen abgegebenen Willens-
erklärungen und geschlossenen Verträge
sind auch ohne obervormundschaftliche
Bestätigung gültig, wenn die Gesetze
diese nicht ausdrücklich zur Gültigkeit
des Geschäfts vorschreiben.*)
Abhandlung nebst Rechtsfall
von
-Herrn Ober-LandeS-Gericht--Assessor UinevS in Arnsberg.

Es ist kaum glaublich, daß der obige Rechtssatz im
Mg. L. R., welches Th. 11. Zit. 18. in 1007 k§.
von Vormundschaften und Curatelen handelt, nicht seine

•) Bergt. Allg. L, N. 1. 4. Z. 20 — 26. 1. 5. §. 10. 11.
11. 18. §§. 3. 238. 239. 438. — DaS Gegentheil des
oben angeführten Satzes scheint B i e l i tz Commentar
Thl. 1. S. 423. zu behaupten, wenn er zu dem Allg.
L. R. 1. 4. §. 20 — 22. bemerkt: „UebrigenS entstehen
die Verpflichtungen der Kinder, Unmündigen und Min-
derjährigen auf ganz gleiche Art: nämlich durch ihre vom
Gesetze oder von der Obrigkeit bestellte Vormünder l. 5.
§. 10., wenn die Genehmigung des vormund-
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