Volltext: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 2 (1836))

- 347 ~
flrf,e herbeigeführt haben würdet'") Hieraus ergeben
sich folgende Grundsätze: ^ .
1) Erfolgt die Ehescheidung ans Gründen, wobei
keiner der Ehegatten alS schuldiger Theil oder Jeder als
Aleich schuldig erscheint, so wird das Vermögen getheilt
-wie . die Kinder; letztere haben noch keine besondere An-
sprüche. - Die Verinögen-Absoiidernng erfolgt nach Maaß-
gäbe der gleichen- Berechtigung, zu gleichen Theilen. .
2) Erscheint ein Ehegatte alS der schuldige Thcil
und es sind ki) kefnc Kinder vorhanden, so bleibt der
Unschuldige im Besitze deS ganzen Vermögens wie bei
Auflösung einer - ttnderlosen Ehe durch, den Tod; jedoch
braucht er den Erben des schuldigen Gatten, die statu-
arische Quart nicht eher hcrauszugeben, alS nach dem
wirklichen Tode desselben; denn in Bezug auf Jene,
«st der'Schuldige nicht als tod zu betrachten. Er lebt,
vielmehr für sie fort nnd weil er überhaupt nicht wirk-
lich tod ist, so müssen ihm auch' nothdürftige Alimente
gereicht werden, wozu die statutarischeDnart,. auf.welche
der überlebende Unschuldige auch sonst keinen Anspruch
h^be» würde- füglich verwendet werden kann."/) Sollte

•'**) Scherer 8b.' 2. S. 314. . ..
7)-@ine unbedingte, sofortige Herausgabe der statutarischen
" ' Quart an den schuldigen Theik, scheint dem Unschuldigen
^ nicht wohl auferlegt werden zu können, weil ihm nach
dem Statutarrechte, bis zum wirklichen Tod«' de» Mit«
gatten, der Genuß de» ganzen znr Communion gehörigen
Vermögen- gebührt.
23* '

Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer