Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 2 (1836))

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Gründe die Ehescheidung nicht blos motivirt, sondern daß
Üe auch rechtskräftig ausgesprochen seyn müß."°) DäS
Drilliche ist der Kalk/ hinsichtlich der Folgen der zu er-
kennenden Ehescheidung,'welche ebenfalls nicht nach den
Dorschn'ftfli des Landrkchts,"^) sondern nach gemeinem
Nechtez ermessen. werden müssen. .

''' Hrer stoßen wir ^ indeß auf btt grüße ScWerkgM, -
^>ß die' gemtinK Rechte"' mancherlei ÄerMö^tn-Stkäfen
gegen/den schuldigen Theil verorMn/") welche blos
nnf das römische Eherecht berechnet, und daher, mit den
Verhältnissen, welche 'dntch' 'dach deutscheJnststuk>erW
kergemeinschaft begründet Morden/ Nicht zu' reim'essW^
'Cs solle« nemlich 1) die'Kinder auf Kosten'des schuldi-
gen Gatten, bei dem unschuldigen erzogen werden. 2) Die
schuldige Frau soll die Brautgäbe, der. schuldige Mann
die donatio propter nuptias ober wenn dergleichen
?icht da ist % des ganzen Vermögens,' wkewoht nie über
lOO Pfund Goldes' verlieren. Sind Kinder da,, so darf
dtr unschuldige Gatte, über Wen Gewinn'nicht einMig
verfügen,' er hat alsdann' nur' einen ledens'lLngliche«
Nießbrauch daran und das Recht, auf den Todesfäll-
en» Borthekl eines der Kinder,, darüber zu dksponiren.
^ Hät die schuldige Frau einen Ehebruch begangen, so
si e Außerdem noch die Strafe, daß sie-ihr ganzes

C. L. x. de divortiis,
***> Ä. L. R. II. 1. §. 811 U. folg. ' .
*“> Drrgl. rhibach aes v. folg,
n.

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