Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 2 (1836))

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als durch ihren Vater virtusliter vertreten, anzunehmen
feyn. Wenn hingegen znr Zeit des Vertrages noch keine
Kinder vorhanden sind, kann der Vertrag auch'nicht als
für sie abgeschlossen angesehen werden. Es wird also
nun allerdings nichts übrig bleiben, als den Vertrag
rücksichtlich ihrer als wkederruffiche letzte Willensordnung
anzusehen.
Rücksichtlich der Legate enthält der §. 531. A. L.
R. I., 2. die speckclle Bestimmung:
"Erhellet aus. der Disposition, oder kann sonst hin-
länglich erwiesen werden, daß es der Wille des Te-
stators gewesen sey, durch ein Legat zugleich die Kin-
der des Legatarik zu bedenken, so treten, .wenn auch
der Legatarius vor dem Testator gestorben ist, die
Kinder desselbeu, soweit sie seine Erben geworden sind,
an seine Stelle."
Die Rücksichten auf die gesetzliche und Noth-Erbfolge
konnten hier nicht einwirken, da darin durch Legate nicht-
geändert wird. Die Theilnahme der Kinder ist daher
auch durch Auflage eines besonderen Beweises und die
erforderte Erbenqnalität willknhrlich beschränkt. Auf Erb-
verträge findet dies ebenfalls Anwendung. Daß es auch
Erbverträge über einzelne Theile des Nachlasses geben
könne, darf nach einer Zusammenstellung vom A. L. R.
l > 12. §. 1.2. 6. 617. 620. („Sachen und Rechte")
nicht bezweifelt werden.
Wie wenig richtig daher allem diesem nach Klein a7)
a?) System de« Preußischen Civilrecht-, §. 406. D. 215*.
«»-gäbe von v. Rönne Dd. l. s. ao2.

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