Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 3 (1837))

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mitten zurückzuführcn, und das germanische Recht,, ,'n
Kampf und Krieg aus der Religion hcrvorgcgangen, ist
seiner Enrstehung nach nur ein Familienrecht. Ucberhaupt
fallen nach der ursprünglichen Verfassung Staat, Ge-
meinde und Familie in Eines zusainmcn, und wenn gleich
diese Verfassung seit der Stiftung der monarchischen Reiche
manche bedeutende Veränderungen erlitten hat, so bleibt
ihr wesentliches Grundprinzip dennoch bestehen. Es ver-
einigen sich nämlich in dem Könige zwei Eigenschaften;
er ist der Eroberer, der an der Spitze einer getreuen
Heerschaar oder Gefolgschaft sich ein Land unterwirft,
er ist aber zu gleicher Zeit, nach dem Bande der Ver-
wandtschaft, Oberhaupt einer großen Familie, nämlich
des ihm untergebenen Volkes, so weit dasselbe germani-
schen Ursprunges ist. So conceutrirt der Vers, selbst in
der Vorrede des ersten Bandes die Summe seiner Ansichten
über die erste Periode.
Das Werk ist auf sechs Bände berechnet. Die vor-
liegenden ersten zwei Bände handeln die erste Periode
ab, die Geschichte der Germanen von den ältesten Zeiten
bis zur Trennung des Ostfränkischen Reiches von dem
Wcstfränkischen im 888 nach Ehr. Geb., welche in neun
Kapitel zerfällt. Erstes Kapitel, Geschichte der
Germanen bis zur Gründung ihrer Königreiche in den
Provinze» des römischen Reiches (bis zur Mitte des
fünften Jahrhunderts) S. 2—57. Zweites Kapitel,
ältester Rcchtszustand. der Germanen (S. 58 — 267).
Einleitung, von der Religion und dem Rechte der
Germanen im Allgemeinen (S. 58—98). I. Von der
Freiheit. 1) Unterschied zwischen Freiheit und Unfreiheit —

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