Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 3 (1837))

68. Ueber das Pfand-Recht des Verpächters an den Früchten

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. - LV.
lieber das Pfaud-Necht des Verpachters
an den Früchten.*)
Herrn Justiz-Commissae Stute in Soest.

Xcr §. 395. Thl. 1. Tit. 21. des A. L. N. bestimmt:
„Daß T?cr Vermicthcr oder Verpachter wegen seines
Zinses oder anderer Forderungen, auf die von d'cm
Micther oder Pachter ei'ngcbrachten, und zur Zeit der
Endigung des Kontrakts in dem Hause oder Gute noch
vorhandenen Sachen und Effekten die Rechte eines
Pfandglaubigers habe."
Tie Früchte entstehen aus dem eingesäcten Getraide,
sie folgen also auch den Regeln, welche für dieses Getraide,
welches eine' Sache wie jede andere Sache im gesetzlichen
Sinne ist, gelten. In so fern also das eingesäete Ec-
traide dem Pfand-Nexus des Verpachters unterworfen
ist, müssen cs auch die aus die aus diesem entstehenden
Früchte scyn. Der §. 470« Thl. I. Tit. 20. des A.
L. R. verordnet:
--An- und Zuwüchse, sie mögen durch Natur, oder
durch die Handlung eines Menschen entstehen, in so
fern letztere nicht Pertknenzstücke sind, di? aus fremdem
*) Vergl. N. Archiv Zahrg. I. S. 217 ff.

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